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Datenreisende sind ja schon ein merkwürdiges Völkchen -
nicht nur, daß sie bis tief in die Nacht vor ihren Rechnern
hocken und morgens um fünf vorgeben, in den Staaten zu "surfen" -
nein, sie benutzen bei ihren Zusammenkünften auch noch eine
Geheimsprache, aus denen "normale" Leute nicht mal mehr Bahnhof
verstehen...
Zur Vereinfachung der Kommunikation mit solchen Personen sind hier
die wichtigsten Begriffe zusammengetragen. Einige wenige Begriffe sind
allerdings nur im Oche.DE-Sprachbereich gebräuchlich :-)
- Account:
- Zugangsberechtigung zu einem Computersystem. Zu einem Account
gehört in der Regel eine Loginkennung (User-IDentification) und
ein geheimes Paßwort. Für UUCP, Slip/PPP und Zutritt zu (Popmail-)Servern werden i.d.R. verschiedene
Accounts vergeben.
- Admin:
- Kurzform für
Administrator, den Betreiber eines UNIX-Systems.
- Archie:
- Suchprogramm, mit dem
Dateien auf FTP-Servern gesucht werden können, ansprechbar
entweder per email oder online mit einem speziellen
Clientprogramm. Neuerdings bietet jemand auch ein Web-Interface zum Archie an.
Ein Archie in Deutschland:
archie.tu-darmstadt.de
- Arnold:
- Kurzbezeichnung für einen RG58-Terminator.
- Article:
- Engl. Bezeichnung
für eine Mitteilung in einer Newsgroup.
- ASCII:
- American Standard Code
for Information Interchange, weltweit übliche Codierung von
Zeichen in Bytemustern. Versagt zuverlässig bei der Darstellung
von Umlauten - diese werden nämlich über "Codepages"
dargestellt.
[->Schnellindex]
- Bangpfad:
- Explizite Angabe eines Mail-Routing-Pfades im UUCP-Format. War
früher bei UUCP notwendig. Ist aber heute duch die Angabe eines
Smarthost (Mailserver des übergeordneten Providers) nicht mehr
notwendig, da man das Routing getrost dem Mailer der Server-Site
überlassen kann.
- Bashing:
- Engl. Fachwort
für das "Verhauen" einer Person in einer Newsgroup durch harte
Worte. Je nach Status des Servers findet gelegentlich schon einmal das
sog. "Betreiber-Bashing" statt.
- Bier:
- -> Kölsch
- Bit:
- Bekanntes Pils aus der
Eifel. Wird gerne mit auf Ruderwanderfahrten genommen, da es auch in
warmem Zustand noch schmeckt.
- Browser:
- [sprich:
"Brauser"] Bezeichnung für eine Software, mit der man HTML-Dokumente anschauen und den eingebetteten
Verknüpfungen (Links) folgen kann. Für beinahe jeden
Computer existieren mittlerweile eine Vielzahl von Browsern.
Die
beiden Standard-Browser sind Lynx
(reiner Textmodus) und
Navigator(/2). Wegbereiter der grafischen Browser ist der inzwischen veraltete Mosaic.
- Byte:
- 8 Bit
[->Schnellindex]
- Clark:
-
Besonders hochwertiges Netzwerkkabel, benannt nach dem Entdecker Clark
Cable.
- Class-C-Netz:
- -> IP-Nummer
- Connect:
- Connect bezeichnet
zum einen den Vorgang, wenn zwei Modems sich verbinden. Meist ist
während dieser Connectphase der Lautsprecher des Modems
eingeschaltet und man kann den Connect als heftiges Pfeifen,
Zwitschern oder auch Scherbeln wahrnehmen.
Zum anderen bezeichnet
Connect auch die Verbindung an sich, die meist durch die ausgehandelte
Übertragungsgeschwindigkeit charakterisiert wird, man spricht
beispielsweise von "14.4er-Connects" oder "28.8er-Connects".
- Cookie:
- Cookies (Krümel)
sind kleine Dateien, die vom Web-Browser auf Anforderung eines
Webservers auf Deiner Festplatte angelegt werden. Der Webserver
benutzt sie, um Deine persönlichen Einstellungen (z.B. daß
Du keine Frames möchtest) abzuspeichern. Nur der Server, der den
Cookie erzeugt hat, darf ihn wieder auslesen.
Soweit die Theorie -
in der Praxis wird dieser Mechanismus leider mißbraucht, um
Profile über Dein Surfverhalten zu erzeugen. So kannst Du dann
gezielter mit Werbespam zugepflastert werden. Mein
Rat: Cookies im Browser deaktivieren.
- CRC:
- Cyclic Redundance Check,
ein ausgeklügeltes Prüfsummenverfahren, mit dem fehlerhaft
übertragene Daten zuverlässig erkannt werden.
- DAU:
- Dümmster Anzunehmender User. Schreckgespenst eines jeden
Menschen, der zu nächtlicher Stunde angerufen und mit banalen
Fragen belästigt wird, die meist im Handbuch erklärt sind.
- Domain:
- Ein Verbund von
Rechnern bildet eine Domain, erkennbar am gemeinsamen Teil des
vollständigen Systemnamens:
downtown.oche.de - "de" ist die
Landeskennung von Deutschland, "oche" ist
die regionale Domain des Individual Network e.V. in
Aachen. "downtown" ist also ein Rechner, der zur Domain "Oche.DE"
gehört. [->Schnellindex]
- Emacs:
- Emacs
ist ein von Richard Stallmann geschriebener freier Editor, der im Wesentlichen ein Interpreter
für LISP-Programme ist. So kann jeder Erweiterungen zu Emacs
programmieren. Mittlerweile gibt es wenige Dinge, die Emacs nicht
kann. Eines der größten Mankos ist die fehlende
Möglichkeit für Emacs Kaffee zu kochen. Aber auch daran wird
bestimmt gearbeitet.
- E-Mail:
- Eine elektronische
Nachricht von einem Benutzer an einen anderen Benutzer.
- EMS:
- Weltweit verbreiteter
Standard für Hauptspeicher, bedeutet in etwa "Etwas Mehr Speicher
notwendig".
- Expire:
- Prozeß auf
einem Server, der alte News-Artikel löscht. Wenn er
fehlschlägt, dann steht der Newsserver irgendwann mit
übergelaufener Platte da und wartet auf seinen Admin.
[->Schnellindex]
- Flame:
- "Flamen" bezeichnet das öffentliche (News) oder private
(Mail) Anmeckern einen anderen Benutzers, der offensichtlich eine
falsche Bemerkung fallen ließ.
Anonymous meint dazu: "Jeder
nur ein Flame."
- Fido:
- Ein proprietäres
Mailboxnetz mit Ursprung in den Staaten und weltweiter
Verbreitung. Vor der Internetzeitrechnung zeichnete sich Fido durch
Maillaufzeiten und Zuverlässigkeit ähnlich der alten Post
aus.
- frei:
- Immer wieder gibt es
Menschen, die dafür eintreten, daß der Mensch als solches
seine Freiheit hat. In der Computerwelt definiert sich Freiheit
dadurch, daß der Mensch die Freiheit hat mit der Software oder
der Hardware, die er besitzt, all das anzustellen, was er sich
vorstellen kann. Die Grenzen dieser Art von Freiheit werden schnell
klar, wenn man sich ein Programm vorstellt, daß immer an einer
Stelle abstürzt, der Mensch den Fehler aber nicht beheben kann,
weil er den Sourcecode nicht hat. Oder man denke an den Scanner mit
dem wilden Interface, welches nur mit einer speziellen (bedingt
leistungsfähigen) Software funktioniert, weil die Steckkarte
nirgends dokumentiert ist. Diesem Problem hat sich zunächst
Richard Stallmann angenommen, der in seinem Leben bisher die GPL formulierte, die FSF
gründete und solch geniale Programme wie GCC
und emacs schrieb.
Aus diesem Engagement
resultiert der Begriff der freien Software, die sich im Wesentlichen
dadurch definiert, daß der Mensch den Quellcode bekommen kann,
daß er das Programm ändern darf und das geänderte
Programm weitergeben darf, wenn er den Quelltext beilegt und einen
Verweis auf das urspr¨ngliche Programm vornimmt. So verbietet sich
zwar die Nutzung vieler guter freier Software für Firmen (die
natürlich ihren Code nicht herausgeben wollen), dennoch sind
einige ausgezeichnete Programme als freie Software entstanden, die in
ihrer Qualität kommerzielle Produkte weit in den Schatten stellen
(die beiden oben erwähnten beispielsweise. Anm.: Dies war
jetzt ein recht langer Eintrag, aber dieses Thema ist es wert.
- Frittieren:
- Ähnlich
wie toasten, ist jedoch mit einem später notwendigen
Hardwareaustausch verbunden.
- FTP:
- File Transfer Protocol,
Verfahren im Internet zum Austausch von Dateien zwischen
Internet-Systemen, mit Hilfe eines ftp-mail-Dämonen auch per
email nutzbar.
[->Schnellindex]
- Gateway:
- Verbindung zwischen 2 Netzen, bei uns meist in ein anderes
Mailboxnetz, etwa ins MausNet.
- GPL:
- Die berühmte "GNU
Public Licence", mit der Software inkl. Quelltexten der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Linux und
viele UNIX-Programme sind im Rahmen der GPL veröffentlicht.
[->Schnellindex]
- Heul-Platte (HP):
- Bezeichnung für eine Festplatte, die durch ein penetrant
nerviges Pfeifen Aufmerksamkeit erregen will.
- Hotline:
- Wird von einigen
Herstellern als zusätzliche Einnahmequelle betrieben. Nur
daß statt Telefonsex unter der 0190-Nummer dann die im Handbuch
nicht dokumentierten Features erfragt werden können.
Bei uns
ist die Hotline sieben Tage die Woche 24h rund um die Uhr kostenlos
unter support@oche.de zu
erreichen.
- HTML:
- HyperText Markup
Language, eine Seitenbeschreibungssprache, mit der Texte quasi
"programmiert" werden können, etwa wie Postscript. HTML erlaubt
insbesondere den Einbau von Links und Multimediadaten in Dokumente und
hat sich so als Standard für das World Wide
Web durchgesetzt.
- HTTP:
- HyperText Transport
Protocol, das Datenübertragungsprotokoll für HTML-Dokumente.
[->Schnellindex]
- Internet:
- Als Internet wird der weltweite Verbund von Rechnern bezeichnet,
die ursprünglich zum Austausch von wissenschaftlichen
Erkenntnissen, die dem Wohle der Menschheit dienen, vernetzt
wurden. Entstanden ist es aus dem Arpanet, welches im Ernstfall die
Verteidigungsfähigkeit der USA sicherstellen sollte und
dafür eine fehlerunanfällige Vernetzung von Rechnern bot.
Viele Journalisten nehmen sich leider die (Presse-)Freiheit, das
Internet als Hort des Bösen zu bezeichnen, der zum Austausch von
Schmuddelbildchen, Nazi-Propaganda und Computerviren genutzt wird.
(Wobei die Kriminalitätsrate im Internet erwiesenermaßen
nicht höher ist als in "real life".) Jeder zum Internet
gehörende Rechner besitzt eine eigene IP-Nummer.
- Intranet:
- Das Intranet
stellt im Gegensatz zum richtigen Internet ein kleines, von der
Außenwelt abgeschottetes Internet dar. Intranets werden meist in
Firmen aufgebaut, um die Vorteile des Internets (Datenformate,
Protokolle, Server, ...) zum Informationsaustausch nutzen zu
können. Ein Intranet kann durchaus über eine Firewall an das
richtige Internet angekoppelt sein, so daß diejenigen im
Intranet Infomationen von außen abrufen können, interne
Informationen jedoch nicht nach ausßen gelangen können.
- IP-Nummer:
- Die IP-Nummer
ist die eindeutige Adresse eines jeden Rechners im weltweiten
Internet. Sie besteht aus vier durch Punkte voneinander getrennten
Zahlen. Intern wird die IP-Nummer als 32-Bit Integerwert verwaltet,
die dann in 4 Bytes gesplittet wird. Da ein Byte maximal den Wert 255
darstellen kann, ergibt sich von selbst, daß jede der vier
Zahlen maximal den Wert 255 annehmen kann (im Gegensatz zu dem im
Spielfilm "The NET - featuring Sandra Bullock" benutzten Hollynet
:-)).
Um die goße Zahl von IP-Nummern verwaltunge zu
können, gibt es die Class-A, -B und -C-Netze. Ein solches Netz
besteht aus einer festen Netzadresse und einem Variablen Teil von
IP-Nummern in diesem Netz. In einem Class-A-Netz ist die erste Zahl
festgelegt, der Rest variabel, etwa 129.*.*.*. Ein Class-C-Netz ist
etwa 194.94.253.*. Nun kann der Stern nicht als Zahl dargestellt
werden, so daß zur Angabe eines Netzes dafür die Null
verwendet wird - also 129.0.0.0 bzw. 194.94.253.0. Dies bedeutet dann
auch, daß ein Rechner keine IP-Nummer mit einer Null am Ende
haben kann.
Um uns Menschen die ganze Sache zu vereinfachen, ist jeder IP-Nummer
ein eindeutiger Rechnername zugeordnet, der
zu einer Domain gehört. Für die
Verwaltung der Tabellen dieser Zuordnung sind die Nameserver zuständig - bei uns sind dies
uptown.oche.de sowie downtown.oche.de. Oder einfacher: 194.94.252.3
und 194.94.253.3. [->Schnellindex]
- Kilobyte:
- 1024 Byte, etwa 40 Hektoliter Bit.
- Kölsch:
- Obergäriges Bier aus der Rheinmetropole, die für einige
Menschen (und Rechner?) die schönsten Stadt der Welt darstellt.
- Kuh:
- Aus unerfindlichen
Gründen wurden Kühe zu den Haustieren des
Internets. Vielleicht, weil man sie so einfach zeichnen kann:
(__)
( oo u
/------/\_| /---v .
/ | || * |--|
* ||----||
^^ ^^
Cow Cow at 100 meters Cow at 1000 meters
[->Schnellindex]
- Landeskennung:
- Der ganz rechte Teil einer email-Adresse oder eines
Rechnernamens. Einige Landeskennungen:
.at Österreich
.au Australien
.be Belgien
.ch Schweiz
.com USA - kommerziell
.de Deutschland
.edu USA - Wissenschaftsnetz
.fi Finnland
.fr Frankreich
.gov USA - Staatsorgane
.nl Niederlande
.nz Neuseeland
.org Organisationen
.uk Großbritannien
[->Schnellindex]
- Mail:
- Eine Mail
ist eine persönliche Nachricht an einen anderen Benutzer, etwa
vergleichbar mit einem "echten" Brief. Wenn man per Rundschreiben
mehrere Personen erreichen möchte, verschickt man cc's (carbon
copys = Durchschläge).
Vooorsicht: Im Internet gibt
es kein Briefgeheimnis! Wenn eine Mail einmal durch eine technische
Panne hängenbleibt, landet sie beim Postmaster des Systems -
Dieser wird versuchen, sie "von Hand" zuzustellen. Für intimere
Mails sollte also ein Verschlüsselungsprogramm, etwa PGP, benutzt werden.
- Mailer:
- Der Mailer ist das
Programm auf einem Server, daß die Zustellung der Mails
übernimmt, meist sendmail oder smail - neuerweise immer
öfter qmail.
- Minister:
- "Der
Bundeskommunikationsminister warnt: Unsinnige Mails können Ihr
geistiges Wohlbefinden verändern!"
- MNP-4:
- Microcom Networking
Protokoll, ein Datenübertragungsprotokoll mit Fehlerkorrektur
für Modemverbindungen.
- MNP-5:
- Wie MNP-4, jedoch
zusätzlich noch mit Datenkompression. Diese Kompression versagt
aber bei bereits gepackten Daten. Das Nachfolgeprotokoll MNP-10 konnte
sich bisher nicht etablieren, statt dessen wird heute meist V.42bis verwendet.
- Multimedia:
- Fachbegriff
für ruckelige Videosequenzen in Briefmarkengröße
unterlegt mit Stereo-Hintergrundrauschen.
[->Schnellindex]
- News:
- Eine News
ist ein Artikel in einer Newsgroup, im Unterschied zur Mail kann eine
News von jedem Leser der Newsgruppe gelesen werden - weltweit. Durch
dummes Gequatsche in einer sonst seriösen Gruppe kann man sich
also sehr schnell sehr unbeliebt machen - weltweit.
- Newsgroup:
- Eine Art
schwarzes Brett, in dem Benutzer öffentlich Nachrichten
austauschen können. Newsgruppen sind hierarchisch nach Thema
sortiert. Das Schreiben über ein anderes Thema resultiert meist
in Flames.
[->Schnellindex]
- Offline:
- Ein
Modem ist offline, wenn es keine Verbindung zum Server hat.
Üblicherweise werden mit einem UUCP-Account Nachrichtenpakete
abgeholt und können dann in Ruhe offline gelesen werden.
- Online:
- Hier besteht eine
Telefonverbindung. IP, also etwa WWW, erfordert eine
Online-Verbindung.
[->Schnellindex]
- Passwort:
-
Öfters das eigene Geburtsdatum oder daß der Ehefrau,
gelegentlich auch der Name der Geliebten. Letzteres ist manchmal
problematisch ("Schatz, log Dich doch mal gerade an meinem Rechner
ein...") und ersteres knackt jeder Fünfjährige. Besser als
Paßwort geeignet sind Alltagbegriffe kombiniert mit
Sonderzeichen (etwa "+haus-" oder "topf!"). Aber natürlich gehen
auch Zufallszeichen, die durch blindes Tippen auf der Tastatur
entstehen (z.B. "bug95").
- PCMCIA:
- PCMCIA bedeutet
aufgelöst "People Can't Memorize Computer Industrie
Acronyms" und beschreibt den Umstand, daß die meisten Leute
sich die kryptischen Abkürzungen in der Welt der Computer nicht
merken können. Selbstironisch wie die Branche ist, hat sie
später dem Begriff PCMCIA eine andere Bedeutung gegeben, indem
sie einen Standard für Erweiterungskarten zum Einsatz in Laptops
damit betitelt hat.
- PGP:
- Pretty Good Privacy, ein
sehr sicheres Verschlüsselungsverfahren, welches mit einem
geheimen und einem öffentlichen Schlüssel (public key)
arbeitet.
Der Absender einer Nachricht verschlüsselt seine
Nachricht mit dem geheimen Schlüssel, der Empfänger kann sie
mit dem öffentlichen Schlüssel
decodieren. PGP-Schlüssel können in verschiedenen
Längen (512Bit - Standard, 1024Bit - military use, 2048Bit -
für Paranoide und noch mehr Bit für galaktische Zwecke)
hergestellt werden. PGP gilt zum einen als sehr sicher und zum
anderen können Schlüssel anderer Personen "signiert" werden,
so daß ein "web of trust" - also ein Netz des Vertrauens
aufgebaut werden kann. Zum Beispiel: B kennt A und signiert A's
Schlüssel. B und C wiederum kennen sich und haben ihre
Schlüssel ausgetauscht. Nun erhält C eine Mail von A, die A
signiert ("unterschrieben") hat. PGP kann C nun sagen, daß der
Bekannte B die Echtheit der Person A bestätigt hat.
- Ping:
- Packet Internet Grouper,
das essentielle Testprogramm zum Prüfen einer
IP-Verbindung. Schickt ein IP-Paket zur Gegenstelle und ermittelt die
Laufzeit bis zur Antwort.
Kapitän Ramius meinte dazu:
"Pingen Sie einmal, Genosse. Nur ein einziges Mal, zur
Entfernungsbestimmung."
- Pollen:
- Pollen bezeichnet den
Anruf bei einem Server, um beispielsweise mit UUCP
Nachrichtenpakete abzuholen.
- Popmail:
- Mailzugang, der
auf POP (Post Office Protocol) basiert und eine IP-Verbindung
benötigt. Ein solcher Zugang wird beispielsweise benutzt, um mit
einem Browser wie Netscape Mails abrufen zu können.
- Postmaster:
- Jedes ans Internet angeschlossene System sollte über
einen Postmaster verfügen, der wichtige Mails
erhält. Äquivalent zum Sysop in Mailboxen.
- Postscript:
- Eine
Seitenbeschreibungssprache (ähnlich HTML), die speziell zur
Formatierung von Textdokumenten genutzt wird. Wer keinen
postscriptfähigen Drucker hat, kann solche Dokumente mit
Ghostscript (einem freien Programm von Aladdin Software) anschauen und
auf einfacheren Druckern ausdrucken. Postscript-Dokumente sind durch
die Endung .ps (oder .eps für enhanced Postscript) im Dateinamen
zu erkennen.
- Protokoll:
- Es gibt
verschiedene Protokolle, durch deren Zusammenwirken eine
Datenübertragung erst möglich wird. Am Bespiel dieser
Webseite soll es verdeutlicht werden:
Vom Client-Rechner wird
eine Modemverbindung zum Provider aufgebaut. Die Modems benötigen
ein Protokoll, um Daten auszutauschen, meist MNP
oder V.42bis. Darauf muß ein weiteres
Protokoll aufsetzen, daß den beiden Rechnern die Kommunikation
ermöglicht: Slip oder PPP. Wird nun eine Webseite übertragen, wird dazu
das Protokoll HTTP benutzt. Protokolle liegen
also in mehreren Schichten übereinander, ähnlich einer
Zwiebel.
- Provider:
- Anbieter eines
Internetzugangs oder zumindest eines Servers, der ans Internet
angeschlossen ist.
- PPP:
- Point-to-Point-Protocol,
ein IP-Protokoll wie Slip, nur etwas flexibler.
- Pseudo(nym):
- Ein
Phantasiename ist ein Pseudonym, Pseudos dürfen bei uns zwar
benutzt werden, allerdings muß der Realname beim
Versenden von Mail und News immer mit angegeben werden.
[->Schnellindex]
- Quote:
- Zitate
aus der Nachricht eines anderen Benutzers werden Quote genannt. Um
sie in der eigenen Nachricht zu kennzeichnen, wird meist ein ">"
vorangestellt, manchmal werden die Initialen des Originalabsenders
noch davor gesetzt.
[->Schnellindex]
- Rauschen:
- Viele sinnlose Postings in Newsgruppen.
- Realname:
- Der richtige Name
einer Person, so wie er im Ausweis steht. Im Internet herrscht
Realname-Pflicht, er muß also angegeben werden.
- RFC:
- Request For Comments, RFCs
sind Dokumente, die (technische) Standards im Internet beschreiben.
- Rhaack:
- Häßliches
Geräusch, das entsteht, wenn zu später Stunde eine
8-Bit-Netzwerkkarte in einen PCI-Slot gesteckt wird.
- RTFM:
- Read The Fucking Manual -
Lies gefälligst das Handbuch!
[->Schnellindex]
- Schraubenschlüssel:
- Wichtiges Werkzeug. So wichtig, daß es in manche Festplatten
gleich von Werk eingebaut wird (verfifiziert durch akustistische
Analyse des Klangspektrums eines rotierenden 16er-Schlüssels).
- Shell-Account:
- Account, der auf eine Shell, also auf Betriebssystemebene,
führt. Wird äußerst ungern von Admins vergeben, da er
immer eine weitere mögliche Sicherheitslücke darstellt.
- Signature:
- Anhängsel
an Mails und News mit Namen und Adresse des Absenders. Je nach
geistiger Verfassung des Absenders kommen noch aufwendige
ASCII-Grafiken, PGP-Keys, Werbetexte und halbseitige Zusammenfassungen
von Star-Trek-Episoden hinzu.
- Site:
- Ein Rechner, der Teil des
Internet ist.
- Slip:
- 1. Bekleidungsstück
2. Serial-Line-Internet-Protocol, ein
Protokoll zum Austausch von Datenpaketen zwischen Rechnern. Im
Gegensatz zu UUCP können beliebige Arten von Daten
übertragen werden.
- Smiley: :-)
- Um 90 Grad im
Uhrzeigersinn gedreht, zeigt der Smiley sein Gesicht. Wird in Mails
und News eingesetzt, um ironische Textpassagen zu kennzeichnen.
- Snailmail:
- Schneckenpost,
altmodische Methode zum Verschicken von Nachrichten. Statt Modem und
Provider benutzt man dazu Briefmarken und gut versteckte gelbe
Kästen.
- Standard:
- Natürlich
gibt es einen HTML-Standard, der vom W3-Konsortium verabschiedet wird. Aber
wie mit allen Regeln gilt auch hier: Irgendjemand biegt solange daran
herum, bis sie brechen. Bei HTML sind dies vor allem 2 große
Softwarehersteller, deren Ehrgeiz wohl darin besteht, immer ein paar
mehr HTML-Tags zu unterstützen als der Konkurrent. Würden
sie ihre Energie mal besser in die Beseitigung der Bugs stecken...
- Subdomain:
- Eine
zusammengehörende Gruppe von Rechnern innerhalb einer Domain.
Meist technisch notwendig, etwa wegen einer eigenen Standleitung zu
diesen Systemen.
[->Schnellindex]
- TCP/IP:
- Das Protokoll, mit dem Daten zwischen 2 Rechnern im
Internet übertragen werden. TCP/IP bedeutet vollständig
Transmission Control Protocol/Internet Protocol und ist ein
Low-Level-Protocol, auf das FTP oder HTTP aufsetzen. Normalsterbliche
(die mit einem Modem bei einem Provider anrufen) benutzen fü die
TCP/IP-Verbindung Slip oder PPP.
- TeX / LaTeX:
- TeX ist das von Donald Knuth entwickelte Satzprogramm,
welches sich gerade im universitären Bereich als Standard zum
Erstellen größerer wissenschaftlicher Dokumente
durchgesetzt hat. TeX bietet traumhafte Möglichkeiten zum
Hantieren mit mathematischen Formeln, gerade auch, weil der Text als
reiner ASCII-Text mit einem beliebigen Editor geschrieben wird. In
diesen Text werden die TeX-Tags einfach eingefügt, ähnlich
einfach wie bei HTML.
LaTeX wiederum ist ein Makropaket, welches
Leslie Lamport der Welt zur Verfügung gestellt hat. Es
vereinfacht den Umgang mit TeX erheblich. Vielleicht noch wenige
Sätze zu den Vorteilen von TeX/LaTeX: TeX-Dokumente sind
hochgradig portabel, es gibt TeX-Implementationen für Windows,
NT, OS/2, Linux, Macintosh, Atari, diverseste Workstations (SUN, HP,
...). Der Text wird als Klartext abgelegt und kann so immer wieder
eingelesen werden - egal, was Du gerade für einen Rechner vor Dir
hast. TeX/LaTeX hat genaue Kenntnisse vom Textsatz (Formatierung,
etc.), immerhin steckte Knuth das viele Jahre alte Wissen des
Buchdrucks in sein Programm. So ist gewährleistet, daß alle
Dokumente optimal zu lesen sind - ohne daß der Autor sich um
solche Dinge kümmern muß oder wie bei gewöhnlichen
Textverarbeitungen den Text durch seine eigenen Formatierungsideen
kaputtformatiert.
- Toasten:
- Ein Rechner ist
dann getoastet, wenn er den dem Fernsehtechniker unter "Kein Bild -
kein Ton" bekannten Zustand eingenommen hat.
- Traffic:
- 1. Statistik
über den Durchsatz an Nachrichtenpaketen oder News auf einem
Server (gesammelt in der Newsgroup oche.traffic).
2. Traffic in
einer Newsgroup bedeutet, daß dort täglich viele neue
Artikel erscheinen und ein Verfolgen der Diskussionen nur durch
Aufgabe eines Hobbies (das nichts mit Computern zu tun haben darf)
möglich ist.
- Twit:
- Ein in Ungnade gefallener
User, meist ein nerviger Idiot.
Keuki meinte dazu: "Fido heißt jetzt Twits, sonst ändert sich
nix." [->Schnellindex]
- URL:
- Uniform
Ressource Locator. Ist die Adresse einer Resource (Text, Grafik,
Software, o.ä.) im Internet. Der erste Teil einer URL bestimmt,
mit welchem Protokoll auf die Resource zugegriffen werden kann,
verbreitet sind hier http und ftp.
Beispiel einer
kompletten URL: 'http://www.oche.de' "Heisse URLs" bzw. "coole
URLs" sind diejenigen zu besonders gut gestalteten Webseiten oder eben
zu Seiten mit gut recherchierten und aufbereiteten Informationen.
- UUCP:
- Unix to Unix CoPy, ein
Protokoll zur Übertragung von Dateien zwischen zwei
Rechnern.
Heutzutage wird UUCP meist nur noch dazu eingesetzt, um
Mail und Newspakete von einem Server abzuholen. [->Schnellindex]
- V.0bis:
- Bidirektionale Hardwareübertragung
- V.42:
- Protokoll zur Datenübertragung mit
Fehlererkennung und -korrektur auf einer Modemverbindung.
- V.42bis:
- Wie V.42, jedoch
zusätzlich mit Datenkompression, die bereits gepackte Daten (etwa
ZIP-Dateien) erkennt und nicht unnötig
aufbläht.
- V.kreisch:
-
Weiterentwicklung von V.scherbel, Rechner mit einem internen
V.kreisch-Modem sollten fest verankert werden, da sie sonst gerne
während des Connects durch das Zimmer
hüpfen.
- V.scherbel:
- Bezeichnung
für ein Low-Cost-Modem, bei dem aus Kostengründen statt
eines Lautsprechers ein quäkendes Piezo-Element eingebaut wird.
- VRML:
- Virtual Reality Modeling
Language. VRML ist wie HTML eine Beschreibungssprache, die
plattformunabhängig virtuelle Realitäten, etwa
dreidimensionale Landschaften, beschreibt. Durch mangelnde
Rechnerperformance ist VRML heutzutage leider immer noch recht langsam
und daher mehr eine Spielerei...
[->Schnellindex]
- Windows:
- Bedeutenste Sammlung beispielhafter Programmierfehler.
- World Wide Web, kurz WWW:
- Das
World Wide Web beschreibt in etwa das Netz (Web) von Servern, die
HTML-Dokumente zum Abruf bereitstellen. WWW ist keinesfalls mit dem
Begriff Internet gleichzustellen, da Internet weit mehr umfaß,
etwa Mail, News und FTP-Dienste.
[->Schnellindex]
- Z-Modem:
- Protokoll zwischen 2 Rechnern zur Übertragung von Dateien
übe eine serielle Verbindung, Nachfolger von X- und Y-Modem,
heute Quasi-Standard. Überträgt den Dateinamen mit und kann
eine unterbrochene Übertragung fortsetzen.
- ZIP:
- Sehr ausgeklügelter
Kompressionsmechanismus, der zunächst durch die Programme
pkzip/pkunzip von Phil Katz bekannt wurde. Heute existiert eine freie Variante infozip, die auf mehreren
Betriebssystemen verfügbar ist. Zip-Archive sind erkennbar an der
Dateikennung ".zip".
Unter Unix gibt es ein gzip/gunzip, welches
nach ähnlichem Prinzip Pakete erstellt, die jedoch inkompatibel
zu zip sind. Diese sind durch die ".gz"-Kennung markiert.
[->Schnellindex]
Bei der Erstellung dieses Glossars wurde weitgehend Wert auf
Vollständig gelegt. Sollten dennoch Begriffe fehlen, so
würde sich unser Webmaster
über einen Hinweis freuen und den Begriff nebst Erklärung
ins Glossar aufnehmen.
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