| Krippenwanderweg: Hl. Kreuz | |
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Die Krippenlandschaft, in ihrem jetzigem Erscheinungsbild, entstand 1993 und wurde von Gemeindemitgliedern neu gestaltet. Dagegen ist die Herkunft und Entstehungszeit der Krippenfiguren unbekannt. Laut Erinnerung älterer Gemeindemitglieder müßten sie jedoch schon um 1900 vorhanden gewesen sein. Abgesehen von Maria und Josef, die durch einen Stempeleindruck auf 1904 festgelegt sind. |
| Im Jubiläumsbuch der Pfarrei -
50 Jahre Pfarrkirche Heilig Kreuz - von 1981 schrieb Rainer Palm über
unsere Krippenfiguren:
Das einschließlich der zwölf Tiere 22 Figuren zählende Ensemble fand bereits gebührende Beachtung auf der ersten Krippana-Ausstellung 1978 in Monschau. In Heilig Kreuz wurde es seit jeher alljährlich in einer Krippenlandschaft aufgebaut. Der Versuch Ende der 60er Jahre, die Mittelgruppe: Maria, Josef und das Jesuskind isoliert aufzustellen, traf offenbar nicht auf anhaltende Zustimmung, nachdem man sich bereits um 1943 nicht von dem erzählfreudigen Figurenensemble hatte trennen könne. Heute kann es, nach dem großen Bildersturm in den Kirchen in der Nachkriegszeit und später geradezu Seltenheitswert beanspruchen, wenn auch diese Gipsfigürchen um 1900 serienmäßig hergestellt wurden, ganz im Gegensatz zu den seit den 20er Jahren favorisierten geschnitzten Künstlerkrippen. Beziehen diese ihre Wirkung meist aus der farbenfrohen Stoffbekleidung -darin einer alten Tradition folgend - so gefallen die Heilig - Kreuz Figürchen nicht minder durch eine detaillierte farbige Ausstaffierung der Figurenoberflächen selbst, die teilweise sogar dem Raffinement von Holzskulpturenfassungen nacheifert: das auf Silberbronze aufgetragene bzw. damit vermischte Lindgrün auf dem Mantel des knienden Königs suggeriert eine Lüsterfassung; die Goldbronzeornamente allenthalben auf den Schuhen und Kleidersäumen zeugen von handwerklichem Geschick wie auch verblüffender Materialimitationen etwa von Leder am Geschirr des Kamels und Gürtel des knienden Königs. Hier finden sich zusätzliche echt Metallapplikationen. Zur Steigerung der Fernwirkung der kleinen, etwa 60 cm hohen Figuren sind die Faltentiefen durch eine Abschattierung der Fassung betont. Maria und Josef unterscheiden sich durch leichten Größenzuwachs von den übrigen Figuren und sind auch als einzige durch Stempelabdrücke auf 1904 datiert. Die beiden reflektieren wohl die lyrisch-schönlinge Kunst des im späten 19. Jahrhundert an der Ausstattung des Kölner Domes arbeitenden Friedrich Wilhelm Mengelberg. Die übrigen, vielleicht früher entstandenen Figuren sind mit zahlreichen liebevollen Trachtendetails und Accessoires lebensnaher charakterisiert, agieren jedoch etwas befangen. Nur der mit einem Hofknicks nahende Mohrenkönig und der seitlich den Hut hochnehmende Hirte lassen noch etwas von der raumgreifenden theatralischen Bewegung spätbarockker Krippenfiguren aus Ton erahnen, dem im frühen 19. Jahrhundert entsprechender Genre. Soweit Rainer Palm. Ende der 60er Jahre wurde unsere Kirche gründlich renoviert und umgestaltet. Dabei verschwanden die Seitenaltäre, früherer Standort unserer Krippe, die dann - reduziert auf die Hl. Familie - auf den Stufen des Chores zu stehen kam. Bald aber empfand es die Gemeinde als bedauerlich, die Fülle der Figuren verschwinden zu lassen. Dem damaligen Küster Robert Mähler ist es zu verdanken, daß unsere Krippenfiguren nicht weggeschmissen wurden. Er hatte die Figuren in entlegenen Schränken der Sakristei in Sicherheit gebracht. In den Jahren 72/73 wurden die Krippenfiguren restauriert Am neuen Aufstellungsort schienen die Kreuzwegstationen zu stören. Es wurde überlegt: Abhängen? Überdecken?- oder sichtbar hängen lassen. Die Krippenbauer entschieden sich bis heute dafür, die Station so weit wie möglich hängen zu lassen. Bezeugt unsere Krippe doch: Die Menschwerdung Christi ist der erste Schritt zur Erlösung. |
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| Die Krippenfiguren im Einzelnen: | |
| Jesuskind
(durchgefärbter Wachs ) Höhe 22 cm Maria und Josef Höhe 58 cm Kniender König Höhe45 cm Stehender gekrönter König Höhe 61 cm Mohrenkönig Höhe 57 cm Kamelführer Höhe 56,5 cm Hirte mit Schaf auf der Schulter Höhe 64 cm Hirte mit Flöte Höhe 58,5 cm Hirte mit Hut in der Hand Höhe 63 cm Kamel Höhe 74 cm 2 liegende und 5 stehende Schafe 2 stehende Böcke Höhe 23 cm Ochs und Esel |
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| Stand: 28.12.00 /hcs | Krippeninformation als PDF-Datei |