Die erste Diskette (``Rettungs/Rescue'') ist diejenige mit den größten Problemen, weil sie mit Hilfe des BIOS gelesen wird. Dabei zeigt sich, daß das BIOS nicht so zuverlässig die Disketten lesen kann, wie es der Linux-Treiber zu tun pflegt. In Extremfällen stopt das BIOS einfach den Lesevorgang ohne einen Hinweis zu geben, wenn es nicht einwandfreie Daten einliest. Auch bei den späteren Disketten kann es zu Problemen kommen. Typisches Kennzeichen ist dann, daß der Bildschirm mit ``disk I/O error''-Meldungen gefüllt wird.
Wird Ihr Installationsvorgang einmal bei einer bestimmten Diskette unterbrochen, so sollten Sie als erstes sich das zugehörige Disk-Image nocheinmal besorgen und auf eine andere Diskette schreiben. Die alte Diskette einfach zu formatieren ist nicht immer ausreichend, auch wenn sie scheinbar fehlerfrei zu formatieren und beschreiben ist. Manchmal hilft es auch, die Disketten auf einem anderen Rechner zu beschreiben.
Ein Anwender berichtete, daß er erst drei ``Rettungs/Rescue''-Disketten beschreiben mußte, bevor dann es dann mit dritten endlich klaglos klappte.
Außerdem berichteten einige Anwender, daß es Zuverlässigkeitsprobleme mit Diskettenlaufwerken in Zusammenhang mit der Cyrix CPU gab. Wir verstehen dieses Problem nicht vollständig. Es ist nicht jede Cyrix-System davon betroffen. Wir bezweifeln, daß es ein Fehler der Cyrix CPU ist - wahrscheinlicher sind das BIOS oder der Linux-Kern. Sind Sie davon betroffen, so teilen Sie es uns bitte mit.
a:-Laufwerk ein und starten Ihren Computer neu. Dies
können Sie durch das Drücken der Reset-Taste, aus- und wieder
einschalten des Rechners oder durch die gleichzeitige Betätigung der
drei Tasten Strg-Alt-Entf (Ctrl-Alt-Del) erreichen. Nach einem kleiner
Weile sollte auf das Diskettenlaufwerk zugegriffen werden und danach
ein Bildschirm erscheinen, auf dem Sie mit einer kurzen Einführung zur
``Rettungs/Rescue''-Diskette begrüßt werden. Am unteren Ende des
Bildschirms erscheint die Eingabeaufforderung mit boot:. Die
Bezeichnung ``Rettungs/Rescue''-Diskette wurde gewählt, weil Sie auch
später Ihren Rechner von dieser Diskette aus starten können. Dies ist
Ihr Rettungsanker, wenn Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre Festplatte
haben. Deshalb sind auch die für diese Tätigkeit notwendigen Programme
auf dieser Diskette vorhanden. Heben Sie deshalb diese Diskette auch
nach der erfolgreichen Installation Ihres Systems gut auf.
Sie haben nun die Möglichkeit sich mit den Funktionstasten F1 bis F10
einige Seiten mit weiteren nützlichen Informationen anzeigen lassen
(in Englisch) oder aber das System starten, indem Sie einfach Return
(Wagenrücklauftaste) drücken. Es kann vorkommen, daß bestimmte
Bestandteile der Hardware nicht erkannt werden. In diesem Fall finden
Sie mit Hilfe der Funktionstasten F3, F4 und F5 Parameter, die Sie
beim Booten angeben können. Dazu geben Sie nach der
Eingabeaufforderung boot: linux gefolgt von den Parametern
ein. linux und die verschiedenen Parameter untereinander
werden mit Leerzeichen abgetrennt. Zu diesem Zeitpunkt ist noch keine
deutsche Tastaturbelegung verfügbar. Deshalb hier die Lage von
wichtigen Zeichen auf der amerikanischen Tastatur:
Buchstabe deutsche Beschriftung
y z
z y
= '
/ -
# §
+ `
- ß
_ ?
; ö
: Ö
" Ä
Wenn Sie das erste Mal Linux booten, so drücken Sie einfach Return. In vielen Fällen läuft Linux völlig problemlos hoch. Sollte Ihre Hardware wirklich nicht erkannt werden, so können Sie den Rechner noch einmal starten und sich dann um die entsprechenden Parameter kümmern.
Nachdem Sie Return gedrückt haben, erscheint die Meldung ``Loading...'' auf dem Bildschirm. Nach ``Uncompressing Linux ...'' kommen Hinweise über die Hardware, die Linux in Ihrem System gefunden hat. Es können auch Meldungen wie ``can't find ...'', ``... not present'' oder auch ``this driver release depends on ...'' dabei sein. Im Allgemeinen sind Sie harmlos und können ignoriert werden. Dies liegt daran, daß die ``Rettungs/Rescue'' Disk für möglichst viele verschiedene Rechner geeignet ist. Deshalb ist nur natürlich, daß kein Rechner über alle Hardwarebestandteile verfügt und deshalb das Fehlen erkannt und angezeigt wird. Teilweise werden Sie beobachten können, daß System zeitweilig Pausen einlegt. In diesen Augenblicken wartet es darauf, daß ein bestimmtes Gerät reagiert, das vielleicht garnicht vorhanden ist. Dauern Ihnen diese Zwischenpausen auf Dauer zu lange, so können Sie sich einen systemspezifischen Kern (custom kernel) erzeugen, nachdem Sie das System fertig installiert haben. Bei diesem Kern lassen Sie dann alle nicht benötigten Geräte einfach weg.
Bekommen Sie dieses ``low memory''-Menü, so müssen Sie alle drei Punkte der Reihe nach abarbeiten:
cfdisk
partitioniert. Weitere Hinweise zu diesem Programm finden Sie im
Anhang in Abschnitt cfdisk - Programm zur Festplattenpartitionierung
, subsection 7.4.1. Legen Sie mit
cfdisk eine ``Linux Swap Partition'' (type 82) an. Durch
diesen Festplattenbereich wird Ihr Hauptspeicher durch sogenannten
virtuellen Speicher (virtual memory) vergrößert, so daß die
nachfolgende Installation reibungslos über die Bühne gehen kann. Der
Installationsvorgang benötigt nämlich mehr als 4 MB Hauptspeicher. Die
Größe der Partition richtet sich nach dem Anforderungen, die Sie an
das fertig installierte System stellen. 16 MB ist wahrscheinlich die
unterste Grenze, die noch funktioniert. Besser sind 32 MB, wenn Sie
diesen Platz erübrigen können, oder aber 64 MB, wenn Ihre Festplatte
so groß ist, daß der fehlende Platz kaum auffällt.
Color und drücken dort Return. Die
Bildschirmdarstellung sollte daraufhin von schwarz/weißer Darstellung
auf die Farbige umschalten. Drücken Sie nun ein zweites Mal auf
Return, um mit der Installation fortzufahren.
The installation
program is determining the current state of your system''
steht. Das Installationprogramm überprüft zwischen den verschiedenen
Schritten den aktuellen Zustand des Systems. Dies geht auf manchen
Systemen so schnell, daß der Inhalt des Fensters nicht zu lesen
ist. Diese Überprüfung des aktuellen Systemzustandes erlaubt Ihnen die
Unterbrechung des Installationsvorgang, da festgehalten wird, welche
Installationsschritte Sie bereits erfolgreich durchgeführt haben.
Müssen Sie den Installationsvorgang erneut starten, so müssen sie
folgendes erledigen:
Von dem Hauptmenü aus steuern Sie die gesamte weitere
Installation. Deswegen gelangen Sie nach jeder Aktion hierher wieder
zurück. Im Kopfbereich verändern sich die Auswahlpunkte und zeigen
Ihnen so den Fortschritt der Installation an. Phil Hughes schrieb im
Linux Journal, daß man einem Huhn beibringen könnte
Debian zu installieren. Er wollte damit sagen, daß man während des
Installationsprozesses meistens nur die Return-Taste picken
muß. Mit dem ersten Punkt des Hauptmenü wird Ihnen der nächste
sinnvolle Schritt, beim aktuellen Stand der Installation, als
Next angeboten. Wollen Sie jedoch einen anderen Punkt
auswählen, so können Sie das jederzeit mit den Pfeiltasten tun.
Jetzt sollte der als Next angegebene Punkt Configure the
Keyboard heißen.
Configure the
Keyboard hervorgehoben ist und aktivieren ihn durch das Betätigen
der Return-Taste. Nun befinden Sie sich in einem Menü, das Ihnen die
Auswahl Ihres Tastaturlayouts gestattet (keyboard configuration
menu). Mit Hilfe der Pfeiltasten können Sie den hervorgehobenen
Bereich verschieben. Bewegen Sie ihn auf das Layout Ihrer Sprache oder
einer die der Ihren sehr ähnlich ist. Nachdem Abschluß der
Systeminstallation stehen ihnen weitere Tastaturlayouts zur Verfügung.
Die Pfeiltasten liegen auf jeder Tastatur an der gleichen Stelle, so
daß sie unabhängig vom gewählten Tastaturkonfiguration sind. Nachdem
Sie die Hervorhebung nun auf das von Ihnen gewünschte Tastaturlayout
bewegt haben, betätigen Sie die Return-Taste um die Auswahl zu
bestätigen.
Der nächsten Schritte sind die Partitionierung (Partition a Hard Disk) und Formatierung (Initialize ...) der Festplatte.
ash. Dies ist eine der Bourne Shell nachgeahmte
Kommandozeile. Sie steht Ihnen nachdem Booten von der RAM-Disk jetzt
zur Verfügung. Hier können Sie in Notfällen die Unix Werkzeuge
benutzen, die Sie in den Verzeichnissen /bin /sbin /usr/bin
/usr/sbin finden. Bitte benutzen Sie während der Installation
trotzdem immer die Menüpunkte, da die Menüsoftware die von Ihnen sonst
vorgenommen Änderungen am System nicht mitbekommt. Mit LeftAlt-F1
gelangen Sie wieder zurück zu dem Bildschirm mit dem Hauptmenü. Linux
bietet bis zu 64 virtuellen Consolen, obwohl die ``Rettungs/Rescue'' Disk nur
einige wenige zur Verfügung stellt.
Linux native'' und ``Linux
swap'' Partitionen existieren wird der nächste Menüpunkt
Partition a Hard Disk sein. Haben Sie schon mindestens eine
``Linux native'' und/oder eine ``Linux swap''
Partition angelegt, so steht die Menüauswahl auf Initialize and
Activate the Swap Disk Partition. Haben Sie 4 MB Hauptspeicher,
so wurde Ihnen das ``low memory''-Menü angezeigt und Sie haben deshalb
die Swap-Partition schon beim Booten des Systems angelegt und
aktiviert. Deshalb müssen Sie diesen Punkt übergehen.
Selbstverständlich können Sie jederzeit die Pfeiltasten benutzen, um
zu Partition a Hard Disk zu gelangen.
Nach der Auswahl des Menüpunktes Partition a Hard Disk wird
Ihnen eine Auflistung der Festplatten angezeigt, die Sie
partitionieren können. Anschließend wird das Programm cfdisk
aufgerufen mit dem Sie Partitionen erzeugen und verändern können. Die
Handbuchseite von cfdisk befindet sich im Anhang dieses
Dokumentes (siehe Abschnitt cfdisk - Programm zur Festplattenpartitionierung
, subsection 7.4.1). Es
ist nun eine guter Zeitpunkt diese Dokumentation zu lesen. Sie müssen
mindestens eine ``Linux native'' (type 83) und eine
``Linux swap'' (type 82) Partition anlegen.
Die Swap-Partition ist der virtuelle Speicher des Systems und sollte
zwischen 16 und 128 MB groß sein. Die genaue Größe richtet sich nach
dem vorhandenen Festplattenplatz und danach wieviele große Programme
sie gleichzeitig nutzen wollen. Eine gute Faustregel ist, daß der
gesamte Speicher, also RAM plus Swap-Bereich, bei Textmodus-Systemen
etwa 25 MB und bei X-Windows-Systemen, die auch von Linux verwendete
grafische Oberfläche, etwa 70 MB betragen sollte. Linux nutzt nicht
mehr als 128 MB zum Swappen, so daß es keinen Grund gibt eine größere
Swap-Partition anzulegen. Es ist sehr empfehlenswert eine
Swap-Partition zu verwenden. Wenn Sie darauf unbedingt verzichten
wollen, so sollten Sie mindesten 16 MB RAM haben. In diesem
Fall können Sie den Menüpunkt Do Without a Swap Partition
benutzen.
Die Linux-Partition nimmt alle Ihre Dateien auf und kann eine
beliebige Größe zwischen 40 MB und der Gesamtgröße der Festplatte
abzüglich der Swap-Partition sein. Wenn Sie sich schon mit Unix oder
Linux auskennen, möchten Sie vielleicht weitere Partitionen anlegen,
die dann z.B. die /var und /usr Dateisysteme
aufnehmen.
Initialize and Activate the Swap Disk Partition aus. Dieser
Menüpunkt gibt Ihnen die Möglichkeit auf der Festplatte nach defekten
Blöcken suchen zu lassen. Dies ist bei MFM-, RLL- und älteren
SCSI-Platten nützlich und empfehlenswert. Richtig funktionierende IDE-
und SCSI-Platten benötigen diese Funktion nicht, da sie eigene interne
Mechanismen verwenden um defekte Bereiche auszuklammern.
Die Swap-Partition ergänzt den im Computer vorhandenen Hauptspeicher um virtuellen Speicher. Da dieser Speicher auch schon bei der Installation genutzt wird, wird die Swap-Partition zuerst initialisiert.
Initialize a Linux
Disk Partition sein. Ist dies nicht der Fall, so haben Sie
vielleicht das Partitionieren der Festplatte noch nicht abgeschlossen
oder den Schritt zum Anlegen der Swap-Partition nicht durchgeführt.
Sie können nun ein Linux-Partition initialisieren oder alternativ eine schon initialisierte Linux-Partition mounten.
Diese Disketten sind nicht dafür vorgesehen ein schon existierendes System zu aktualisieren ohne alle Dateien vorher zu löschen - Debian bietet einen besseren Weg an, um ein existierendes Debian-System zu erneuern als die Verwendung von Boot-Disketten. Deshalb sollten Sie an dieser Stelle alte Partitionen initialisieren, da durch diesen Vorgang auch alle alten Dateien gelöscht werden. Alle neu angelegten Partitionen müssen in jedem Fall initialisiert werden. Der einzige Grund auf das Initialisieren zu verzichten ist, daß Sie bereits Teile des Installationsvorgangs mit dem gleichen Diskettensatz durchgeführt haben.
Wählen Sie nun den nächsten Menüpunkt aus, um die erste Partition zu
initialisieren und zu mounten. Diese erste Partition wird als / (Root-
oder Wurzelverzeichnis genannt) gemountet. Auch hier wird Ihnen wie
schon bei der Swap-Partition die Möglichkeit gegeben nach schadhaften
Blöcken auf der Festplatte suchen zu lassen. Es schadet zwar nicht
dies tun zu lassen, es kann aber bei großen Festplatten auch 10 oder
mehr Minuten dauern.
Nachdem die /-Partition gemountet wurde, ist der nächste Menüpunkt
Install the Base System. Sie können mit den Pfeiltasten
erneut die Menüpunkte zum Initialisieren und/oder Mounten von
Partitionen auswählen. Haben Sie für /var, /usr und
andere Dateisysteme eigene Partitionen vorgesehen, so es nun an der
Zeit sie zu initialisieren und/oder zu mounten.
Install the Base System aus. Das System sucht nun nach einer
``lokalen Kopie'' des Basissystems, um auch Installationen
von einer CD-ROM oder anderen Medien zu unterstützen. Dies kann eine
kleine Weile dauern. Schlägt dieser Vorgang fehl, so werden Sie
aufgefordert das Diskettenlaufwerk auszuwählen, von dem die
Basis-Disketten eingelesen werden sollen.
Nachdem Sie das richtige Laufwerk bestimmt haben, werden Sie aufgefordert nacheinander die Disketten Base/Basis 1 bis 3 (und 4 bei 1,2 MB Disketten) einzulegen. Kommt es bei einer der Disketten zu einem Lesefehler, so müssen sie nach dem Ersatz der schadhaften Diskette den Vorgang ganz wiederholen und alle 3 bzw. 4 Disketten noch einmal einlegen. Erst nachdem alle Disketten vollständig eingelesen sind, installiert das System die Dateien an den vorgesehenen Stellen. Dies kann 10 oder mehr Minuten auf langsamen Systemen dauern. Auf Schnelleren brauchen Sie nicht so lange zu warten.
Install the Operating System
Kernel. Nach seiner Auswahl werden Sie aufgefordert ein
Diskettenlaufwerk zu bestimmen und dort dann die Boot-Diskette des
Installationssatzes (``Rettungs/Rescue'') einzulegen. Damit wird der
Linux-Kern auf die Festplatte kopiert. Dieser Betriebsystemkern wird
in einem späteren Schritt dazu genutzt sowohl eine spezielle
(Notfall-)Bootdiskette für Ihr System herzustellen als auch es Ihnen
zu ermöglichen direkt von der Festplatte zu booten, an Stelle des
Umweges über eine Bootdiskette.
Install the Device Drivers
gewählt haben, werden Sie aufgefordert die ``Gerätetreiber/Device
Driver''-Diskette einzulegen. Die Gerätetreiber werden dann auf Ihre
Festplatte kopiert. Nach Auswahl von Configure Device Drivers
können Sie die Treiber der Geräte in Ihrem System konfigurieren. Die
von Ihnen so eingerichteten Treiber werden beim nächsten Bootvorgang
automatisch geladen.
In dem Konfigurationsmenü gibt es einen extra Eintrag für
PCMCIA-Karten. Aber anstelle den zugehörigen Treiber zu aktivieren,
ist es sinnvoller nach Beendigung des Installationsvorganges das
pcmcia-cs Paket zu installieren. Die zugehörigen
Programme sind in der Lage PCMCIA-Karten automatisch zu erkennen und
zu konfigurieren. Sie ermöglichen auch den Wechsel der Karten während
das System weiterläuft (hot-plug) und auch das Entfernen der Treiber,
wenn die Karten dauerhaft entfernt werden.
Configure the Base
System aus.
Zunächst werden Sie nach der Zeitzone befragt. Suchen Sie sich dazu
Ihre Zeitzone oder die Region in der Sie leben aus. In Deutschland
geben Sie z.B. Europe/Berlin ein. Ihre Eingaben können zu
weiteren Menüpunkten führen, wo die aktuelle Zeitzone ausgewählt
werden kann.
Im nächsten Schritt werden Sie gefragt, ob die Systemuhr auf GMT oder lokale Zeit eingestellt werden soll. Wählen Sie GMT aus, wenn nur Linux oder Unix auf Ihren Rechner läuft. Setzen Sie auch DOS/Windows ein, so sollten Sie die lokale Zeit verwenden. Unix und Linux belassen GMT in der Systemuhr und verwenden geeignete Software, um die Uhrzeit in die lokale Zeit umzurechnen. Dies erlaubt Ihnen Sommerzeiten und Schaltjahre zu berücksichtigen. Auch User, die sich aus anderen Zeitzonen in Ihr System einloggen, können die Zeitzone ihres Terminals frei vorgeben. Wenn Sie GMT auf Ihrer Systemuhr laufen lassen, werden Sie sehen, daß das System die Uhrzeit an den Tagen korrekt verändert, an denen die Sommerzeit anfängt und wieder endet.
What is the
name of your computer? geben Sie Ihrem System einen Namen und
Is your system connected to a network? können Sie in diesem
Fall verneinen.
Ist Ihr Rechner aber Teil eines TCP/IP-Netzwerks, so benötigen Sie ein paar Angaben. Können Sie sie nicht selbst ermitteln, so wenden Sie sich bitte an Ihren Netzwerkadministrator. Hier eine Auflistung der benötigten Informationen:
none ein.
In den nächsten Absätzen wird erläutert, welche Bedeutung die gerade
aufgelisteten Angaben haben. Der Name des Rechners ist meist eine
Phantasiebezeichnung, die sich der Benutzer ausgedacht hat. In
Netzwerken kann der Name auch die Funktion des Rechners
wiederspiegeln. Beispiele für Rechnernamen sind sundancer
oder isdn-gate.
Der Domainname ist die Adresse Ihres Rechners und wird an den
Rechnernamen angehängt. Dadurch kann z.B. eMail an Ihren Rechner
weltweit zugestellt werden. Der Domainname enthält meist, wie eine
normale Adresse, noch Informationen über die Lage der Domain. Die
Domain oche.de etwa ist in Aachen (auf Platt "Oche"),
Deutschland ("de"), beheimatet. Die Kombination aus Rechner- und
Domainname ist weltweit eindeutig. Neben dem Namen bekommt der
Computer noch eine IP-Nummer, die auch auf der ganzen Welt eindeutig
ist.
Die nächsten Begriffe sind nur für Netzwerke von Bedeutung. Falls Sie also mit Ihren Computer ins Internet gehen, so wird Ihnen der zuständige Provider die für Sie gültigen Werte mitteilen. Mit Hilfe der Netzwerkmaske und der Broadcast-Adresse wird die Verteilung von Datenpaketen in Ihrem lokalen Netz (LAN/Intranet) und auch im Internet gesteuert.
Das Gateway übernimmt den Transport der Datenpakete in andere Netze, also auch von Ihrem lokalen Netz ins Internet. Bei vielen Internetdiensten geben Sie einen Rechnernamen an. Um nun die Verbindung dorthin aufbauen zu können, benötigt Ihr Computer aber die IP-Nummer dieses Rechners. Die Umsetzung von Rechnernamen in eine IP-Nummer übernimmt der Name-Server. Da er für die gesamte Domain zuständig ist, heißt der Dienst Domain Name Service (DNS).
Nun ein paar sehr technische Details, die Sie vielleicht doch nützlich
finden: Die Netzwerkprogramme nehmen standardmäßig an, daß sich die
IP-Netzwerkadresse durch die bitweise UND-Verknüpfung der IP-Adresse
des Rechners und der Netzwerkmaske ergibt. Weiter wird vorausgesetzt,
soweit nichts anderes angegeben wird, daß sich die Broadcast-Adresse
durch bitweise ODER-Verknüpfung von der IP-Adresse des Rechners und
von der bitweisen Negation der Netzwerkmaske ergibt. Eine weitere
Annahme ist, daß der Gateway-Rechner gleichzeitig als DNS Server
fungiert. Sollten Sie die notwendigen Informationen nicht ermitteln
können, so versuchen Sie es doch zunächst mit den Annahmen des
Systems. Soweit notwendig können Sie die Einstellungen nach Abschluß
der Installation verändern in dem Sie /etc/init.d/network
editieren.
Make the Hard Disk Bootable gefragt, ob Sie
den master boot record installieren wollen. Antworten Sie mit
yes, wenn Sie keinen Bootmanager installieren wollen. (Dies
ist wahrscheinlich der Fall, wenn Ihnen der Begriff Bootmanager nicht
so geläufig ist.) Als nächstes müssen Sie entscheiden, ob Linux
automatisch von der Festplatte gestartet werden soll, wenn Sie Ihren
Computer einschalten. Wollen Sie dies, so wird die Linux-Partition als
bootable partition gekennzeichnet. Verneinen Sie die Frage,
so können Sie später mit dem DOS-Programm fdisk oder den
Linux-Programmen fdisk oder activate die
bootable partition bestimmen.
Installieren Sie Linux auf einem anderen Laufwerk als der ersten
Festplatte, so stellen Sie bitte sicher, daß Sie eine Bootdiskette
erstellen. Die meisten Boot-ROMs (meist Teil des BIOS im Computer)
sind nämlich nur in der Lage von der ersten Festplatte und nicht von
der zweiten den Computer zu starten. Dieses Problem läßt sich aber
nach dem Ende der Installation beseitigen. Weitere Informationen
hierzu finden Sie in dem Verzeichnis /usr/doc/lilo und im
Anhang Abschnitt lilo - ein Bootmanager (auch) für Linux
, subsection 7.4.2.
Make a Boot
Floppy im Menü aus und legen die leere Diskette, die mit
``Benutzer Boot/Custom Boot'' beschriftet ist, in das
Laufwerk ein. Die Diskette darf nicht schreibgeschützt sein, da sie
formatiert und beschrieben wird. Aktivieren Sie den Schreibschutz
nachdem der Schreibvorgang beendet wurde.
Reboot the System aus. Startet Linux nun nicht wie
gewünscht, so legen Sie die Custom Boot-Diskette ein und starten
Ihr System erneut (Reset). Nun sollte Linux booten und die gleichen
Meldungen auf dem Bildschirm erscheinen, wie beim ersten Booten von
der ``Rettungs/Rescue'' Disk. Daran schließen sich ein paar neue
Ausgaben an und schließlich werden Sie aufgefordert das Root-Passwort
einzugeben.
Sie sollten die Nutzung der Privilegien des Superusers vermeiden, damit Ihnen nicht unbemerkt Viren oder Trojanische Pferde untergeschoben werden können. Diese Trojanische Pferde genannten Programme umgehen durch das Superuserrecht unbemerkt die Sicherheitsschranken Ihres Systems. Diese Thematik wird in jedem guten Buch zur Unix-Systemadministration genauer beschrieben. Eine gute Nachricht ist sicherlich, daß Linux wesentlich sicherer als andere PC-Betriebssysteme ist. DOS und Windows beispielsweise geben allen Programmen Superuserrechte. Deshalb gibt es dort auch soviele Probleme mit Viren.
Alle Passwörter, die Sie jetzt und in Zukunft vergeben, sollten aus 6 bis 8 Zeichen bestehen und neben großen und kleinen Buchstaben auch Satzzeichen enthalten.
Nachdem nun beide Logins angelegt wurden, gelangen Sie automatisch in
das dselect Programm. Es ist sinnvoll nun zunächst das
Dselect Tutorial zu lesen (siehe Anhang Abschnitt Dselect Tutorial - Programmverwaltung der
Debian Distribution
, subsection 7.4.3). Mit dem Programm dselect können Sie
die Pakete (packages) auswählen, die Sie auf Ihrem System installieren
oder von dort wieder entfernen wollen. Packages sind
Programmsammlungen, die speziell für das Debian-System
zusammengestellt werden, wie z.B. Compiler, Editoren,
Textverarbeitungen. Befinden sich Debian-Packages auf einer CD-ROM
oder auf der Festplatte, so können Sie nun installiert werden. Ist
dies nicht der Fall, verlassen Sie dselect und starten es
erneut, sobald Sie neue Debian-Packages für Ihr System besorgt
haben. Um dselect auszuführen müssen Sie sich als Superuser
(root) einloggen.
Wollen Sie die grafische Oberfläche X Windows installieren und haben eine Tastatur (QWERTZ), die nicht dem amerikanischen Layout (QWERTY) entspricht, so lesen Sie bitte entsprechenden Anmerkungen in ``X11 Release note for non-US-keyboard users'' (siehe Anhang Hinweise zur Benutzung einer deutschen Tastatur mit X11 , section 7.3).
dselect, wird Ihnen der
Login-Prompt präsentiert. Das heißt, daß Sie nun Ihren Login-Namen und
das zugehörige Passwort eingeben können und so Zugang zum System
erhalten. Von nun an können Sie Ihr Debian GNU/Linux System richtig
nutzen. Viel Spaß!