Installation von Debian GNU/Linux 2.0 38 -------------------------------------- Alexander Haderer 39 Christian Leutloff 40 Bruce Perens 30 Sven Rudolph 36 v2.0a vom 22. Juli 1998 24 0.1 Zusammenfassung19 ------------------- In diesem Text wird die Installation des Debian GNU/Linux Systems65 ausführlich beschrieben. Nach den notwendigen Vorbereitungen, wie etwa70 dem Sichern der alten Daten, liegt das Hauptaugenmerk auf der61 Installation des Basissystems. Dieser Text basiert auf ``Installing67 Debian Linux 2.0 ''19 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/install.html) von Bruce70 Perens, Sven Rudolph und Igor Grobman (Text vom 20. Juni 1998), wurde69 aber an die Bedürfnisse deutschsprachiger Anwender angepaßt.60 0.2 Inhaltsverzeichnis22 ---------------------- 1. 10Copyrights und Lizenzbestimmungen33 2. 10Systemvoraussetzungen21 2.1. 10CPU3 2.2. 10I/O Bus7 2.3. 10Hauptspeicher und Festplatte28 2.4. 10Diskettenlaufwerke18 2.5. 10Grafikkarte11 2.6. 10Andere Hardware15 3. 10Vorbereitungen14 3.1. 10Sicherungen (Backups)21 3.2. 10Notwendige Informationen 25 4. 10Konfiguration Ihres Rechners28 4.1. 10Festplatten11 4.2. 10BIOS Setup-Menü15 4.3. 10Beachtenswerte Hardware-Einstellungen37 4.4. 10Windows-spezifische Hardware28 4.5. 10Andere ungeeignete Hardware 28 5. 10Partitionieren der Festplatte29 5.1. 10Hintergründe12 5.2. 10Empfehlungen 13 5.3. 10Ein Beispiel12 5.4. 10Verlustloses Partitionieren von DOS, Windows95 oder OS/256 6. 10Installationsmethoden für Debian32 6.1. 10Überblick über die Installationsdateien39 6.2. 10Installieren von einer DOS Partition36 6.3. 10Installieren von einer ext2fs Partition39 6.4. 10Installieren von CDROM22 6.5. 10Installieren von Disketten26 7. 10Installation des Systems24 7.1. 10Die ``Notfall/Rescue'' Disk27 7.2. 10Rechner mit wenig Hauptspeicher (RAM)37 7.3. 10Farb- oder Schwarz/Weiß-Darstellung35 7.4. 10Das Hauptmenü13 7.5. 10Tastatur konfigurieren22 7.6. 10Benutzung der Kommandozeile bzw. UNIX-Shell43 7.7. 10Last Chance!12 7.8. 10Festplatte partitionieren25 7.9. 10Initialisieren (Formatieren) und Aktivieren der47 Swap-Partition14 7.10. 10Initialisieren der Linux-Partition34 7.11. 10Betriebssystemkern und Gerätetreiber installieren49 7.12. 10Konfiguration der Treiber25 7.13. 10Konfiguration des Netzwerks27 7.14. 10Basissystem installieren24 7.15. 10Konfiguration des Basissystems30 7.16. 10Von der Festplatte booten25 7.17. 10Erstellen einer Boot-Diskette29 7.18. 10Der Augenblick der Wahrheit (smoke test)40 7.19. 10Eingeben des Root-Passworts27 7.20. 10Einloggen9 7.21. 10PPP Konfiguration17 8. 10Technische Informationen zu den Boot-Disketten46 8.1. 10Quellcode9 8.2. 10Die Notfalldiskette19 8.3. 10Wenn der Linux-Kern ersetzt werden soll ... 44 8.4. 10Die Basisdisketten18 9. 10Einführung in die Paketverwaltung mit dselect45 9.1. 10Access6 9.2. 10Update6 9.3. 10Select6 9.4. 10Install7 9.5. 10Configure9 9.6. 10Remove6 9.7. 10Quit4 10. 10Anhang6 10.1. 10Informations- und Bezugsquellen31 10.2. 10Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux Hardware Compatibility60 HOWTO'')8 10.3. 10Hinweise zur Benutzung einer deutschen Tastatur mit X1155 10.4. 10Kurzbeschreibung für die Installation wichtiger Programme57 10.5. 10Gerätedateien in /dev und Ihre Bedeutung40 10.6. 10Schlußbemerkungen17 0.3. 10Copyright Notice16 ------------------------------------------------------------------------------- 1. Copyrights und Lizenzbestimmungen36 ------------------------------------ Ich bin sicher, daß Sie die Lizenzbedingungen gelesen haben, die mit68 vielen kommerziellen Softwareprodukten ausgeliefert werden - Sie64 gestatten Ihnen nur die Benutzung einer Softwarekopie auf einem63 Computer. Nicht so jedoch das Debian GNU/Linux System. Wir fordern Sie70 auf es auf jedem Computer Ihrer Schule oder Arbeitsstätte zu kopieren.70 Geben Sie es Ihren Freunden und helfen Sie Ihnen es auf Ihren61 Computern zu installieren. Wenn Sie wollen, können Sie auch Tausende68 von Kopien herstellen und sie *verkaufen* - mit nur wenigen59 Einschränkungen. Dies ist möglich, weil Linux auf *freier Software*67 basiert. 9 Freie Software heißt nicht, daß sie kein Copyright besitzt. Auch64 bedeutet dies nicht, daß die CD mit der freien Software kostenlos von69 Ihnen zu erwerben ist. Sondern es bedeutet einfach, daß die Copyright-70 und Lizenzbestimmungen es Ihnen erlauben die Programme zu nutzen und68 zu kopieren, ohne dafür bezahlen zu müssen. Es gibt zum Teil60 Beschränkungen wie die Software vervielfältigt werden darf, aber das68 können Sie in Ruhe nachlesen, wenn Sie das System installiert haben.68 Zum Beispiel sind viele Programme nach der `GNU' `General Public64 License' (`GPL') lizensiert. Die GPL verpflichtet Sie den Quellcode67 des Programms verfügbar zu machen, wenn Sie die Kopie eines Programmes70 weitergeben. Deshalb haben wir den *Quellcode* der betroffenen62 Programme in das Debian-System integriert. Es gibt noch ein paar64 andere Lizenzbestimmungen von Programmen, die zur Debian gehören. Nach70 der Installation finden Sie die Copyright- und Lizenzbestimmungen65 aller Programme in dem Verzeichnis34 `/usr/doc/*ProgrammName*/copyright'. 37 Weiterführende Informationen über Lizenzen und darüber, wie Debian66 entscheidet, was frei genug ist um in die Debian Distribution mit65 aufgenommen zu werden, befindet sich in dem Dokument `Debian Social67 Contract'. 11 Die wichtigste der rechtlichen Bestimmungen ist, daß alle Programme67 ohne Garantieleistungen verfügbar sind. Die Menschen, die freie63 Software erstellen, wollen nicht auch noch gerichtlich verfolgt63 werden. 8 ------------------------------------------------------------------------------- 2. Systemvoraussetzungen24 ------------------------ 2.1. CPU8 -------- Der Computer muß mit einem 386, 486, Pentium, Pentium Pro oder Pentium70 II Prozessor ausgerüstet sein. Dabei kann es sich auch um Clones der68 Firmen AMD, Cyrix, IBM, TI u.a. handeln. Auch die verschiedensten65 Prozessorversionen wie ``sx'', ``sl'', ``slc'', usw. sind genauso65 geeignet. Linux funktioniert *nicht* auf 286er oder kleineren61 Computern. 11 Obwohl Debian 2.0 auch andere Prozessoren und Plattformen als x8665 unterstützt, wird deren Installation in diesem Dokument nicht näher67 erläutert. Anwender von 68k Architekturen, wie zum Beispiel Atari oder70 Amiga, seien an dieser Stelle auf debian-m68k.nocrew.org/ verwiesen. 69 2.2. I/O Bus12 ------------ Ihr Rechner muß mit ISA, EISA, PCI oder VL-Bus ausgestattet sein. Der69 VL-Bus wird teilweise auch als VESA Local Bus oder VLB bezeichnet.66 Computer, die mit PCI oder VLB ausgestattet sind, haben meist auch ISA70 oder EISA Steckplätze. Linux unterstützt den Micro-Channel Bus, der in70 IBM PS/2 Computern verwendet wird, nur teilweise. Diese Unterstützung69 ist jedoch nicht Bestandteil der Debian ``Notfall/Rescue''-Diskette67 (siehe section 7.1, `Die ``Notfall/Rescue'' Disk'). Bei den neuen AGP69 Steckplätzen für Grafikkarten handelt es sich um eine Modifikation der70 PCI Spezifikation. Die meisten AGP Grafikkarten arbeiten mit XFree8668 zusammen. Unter www.xfree86.org / befinden sich weitere Informationen69 zum Thema XFree86, unter anderem auch eine Liste der von Linux62 unterstützten Grafikkarten. 28 2.3. Hauptspeicher und Festplatte33 --------------------------------- Sie benötigen mindestens 4 MB Hauptspeicher (RAM) und 40 MB freie65 Festplattenkapazität. Wollen sie alles vom Schachspiel bis zum62 Platinenlayoutprogramm installieren, so benötigen Sie 300 MB und mehr.70 Um `alles' zu installieren, was bei Debian zur Verfügung steht,63 benötigen sie etwa 2GB. 24 Es werden alle Festplattenanschlüsse unterstützt, die ein ``AT''64 Interface emulieren. Sie werden häufig mit MFM, RLL, IDE oder ATA65 bezeichnet. Auch SCSI-Controller der verschiedensten Hersteller werden70 unterstützt. Weitere Details entnehmen Sie bitte der52 Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux Hardware Compatibility HOWTO'' -70 siehe Anhang section 10.2, `Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux65 Hardware Compatibility HOWTO'')'). 35 2.4. Diskettenlaufwerke23 ----------------------- Sie benötigen entweder ein 1,2 MB oder ein 1,44 MB Diskettenlaufwerk68 als `a:'-Laufwerk in dem System, auf dem Sie Linux installieren63 wollen. Besitzen Sie sowohl ein 1,2 MB als auch ein 1,44 MB Laufwerk,69 so ist es empfehlenswert, wenn Sie Ihre Hardware so konfigurieren, daß70 das 1,44 MB Diskettenlaufwerk das `a:'-Laufwerk ist. Wenn Sie von65 CDROM installieren und Ihr Rechner in der Lage ist, von der Debian66 CDROM zu booten, dann können Sie Debian Linux auch ohne Verwendung66 eines Diskettenlaufwerks installieren. 39 2.5. Grafikkarte16 ---------------- Sie sollten eine VGA-kompatible Grafikkarte für die Konsole verwenden,70 also dem Rechner auf dem Sie Linux installieren wollen. Nahezu jede67 moderne Grafikkarte erfüllt diese Bedingung. CGA, MDA oder HGA könnten70 im Textmodus genutzt werden, sind aber nicht getestet worden. Die65 Verwendung eines Terminals an der seriellen Schnittstelle wird noch67 nicht unterstützt. 19 2.6. Andere Hardware20 -------------------- Linux unterstützt vielfältige Hardware, z.B. Mäuse, Drucker, Scanner,69 Modems, Netzwerkkarten, PCMCIA Karten etc. Sie werden aber während der70 Installation des Systems nicht benötigt. Weitere Details entnehmen Sie70 bitte der Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux Hardware Compatibility70 HOWTO'' - siehe Anhang section 10.2, `Hardwarekompatibilitätsliste66 (``Linux Hardware Compatibility HOWTO'')'). 44 ------------------------------------------------------------------------------- 3. Vorbereitungen17 ----------------- 3.1. Sicherungen (Backups)26 -------------------------- Bevor Sie fortfahren, überprüfen Sie bitte, ob wirklich alle Dateien68 Ihres Systems gesichert sind. Während der Installationsprozedur können70 versehentlich alle Daten der Festplatte gelöscht werden! 57 3.2. Notwendige Informationen 30 ------------------------------ Wenn Ihr Computer an ein TCP/IP-Netzwerk angeschlossen ist (zum63 Beispiel Ethernet, aber kein PPP via Modem/ISDN), so sollten Sie Ihren70 Netzwerkadministrator nach den folgenden Daten fragen: 55 * 5einen Name für Ihren Rechner (können Sie vielleicht selbst58 bestimmen, z. B. pluto) 24 * 5den Domainnamen 16 * 5die IP-Nummer Ihres Rechners 29 * 5die in Ihrem Netzwerk verwendete Netzwerkmaske 47 * 5die in Ihrem Netzwerk verwendete Broadcast-Adresse 51 * 5die IP-Nummer des Default-Gateways, zu dem Ihr Computer seine61 Daten schickt, wenn Ihr Netzwerk über ein Gateway verfügt 58 * 5welcher Rechner in Ihrem Netzwerk die Funktion des DNS (Domain62 Name Service) Servers übernimmt 32 * 5ob Sie beim Anschluß ans Netzwerk Ethernet verwerden und ob es62 sich bei dem Ethernet-Anschluß um eine PCMCIA-Karte handelt59 Eine kurze Beschreibung der Bedeutung der einzelnen Angaben finden Sie70 weiter unten im Abschnitt section 7.13, `Konfiguration des Netzwerks'.70 ------------------------------------------------------------------------------- 4. Konfiguration Ihres Rechners31 ------------------------------- Vor der eigentlichen Linux-Installation gibt es einige Dinge, die Sie69 überprüfen sollten. Lesen Sie deshalb bitte die folgende Abschnitte67 und kontrollieren Sie Ihre Hardware entsprechend. 50 4.1. Festplatten16 ---------------- Zuerst sollten Sie sich entscheiden auf welche Festplatte Sie Ihr65 Linux System installieren wollen. Sie haben ja die Daten dieser63 Festplatte zusammen mit denen der anderen Platten schon gesichert -67 oder? 6 4.2. BIOS Setup-Menü20 -------------------- Ihr Motherboard verfügt wahrscheinlich über ein BIOS Setup-Menü. Bei68 manchen Rechnern wird dieses Menü durch die Betätigung der Entf-Taste69 (Del) aktiviert. Andere benötigen eine spezielle SETUP Diskette oder68 nutzen andere Mechanismen zur Aktivierung. Können Sie in das BIOS65 Setup-Menü gelangen, so können Sie die in den nächsten Abschnitten66 vorgestellten Eigenschaften einstellen. 40 4.2.1. Boot-Laufwerk bestimmen30 ------------------------------ Viele BIOS Setup-Menüs gestatten die Einstellung, von welchem Laufwerk70 aus das System gestartet werden soll. Da Sie Linux mit Disketten64 installieren wollen, sollte zuerst vom ersten Diskettenlaufwerk (`a:')70 und dann von der ersten Festplatte (`c:') der Bootvorgang ermöglicht68 werden. 8 Bitte beachten Sie, daß heutzutage einige System direkt von der CDROM69 booten können. Wenn das bei Ihnen funktioniert und Sie von der62 offiziellen Debian GNU/Linux CDROM installieren möchten, dann können68 Sie im entsprechenden BIOS Menü das Booten von CDROM aktivieren und67 ganz auf eine Startdiskette verzichten. Wie die Einstellungen im BIOS69 direkt zu erfolgen haben, hängt vom jeweiligen BIOS ab, ein Blick in68 die Dokumentation des Motherboards hilft hier weiter. Falls sie nicht69 von CDROM booten können, brauchen Sie nicht zu verzweifeln: Von MSDOS69 aus können sie die Installation direkt von der CDROM mit56 `E:/boot/boot.bat' starten (Unter der Annahme, daß `E:' der59 Laufwerksbuchstabe Ihres CDROM Laufwerks unter DOS ist.) 57 4.2.2. Extended oder Expanded Memory (Speicher)47 ----------------------------------------------- Bei manchen Rechnern wird zwischen Extended oder Expanded Memory64 unterschieden. Da Linux nur den Extended Memory nutzen kann, sollten68 Sie dieser Speicherverwaltungsart soviel RAM wie möglich zuweisen. 67 4.2.3. Virenschutz18 ------------------ Schalten Sie bitte die Warnungen Ihres BIOS vor Viren ab. Besitzen Sie70 andere Hardware, die den Schutz vor Viren übernimmt, so schalten Sie68 sie bitte ab, wenn Sie Linux benutzen wollen. Ist dies nicht möglich,69 so entfernen Sie sie bitte aus dem System. Diese Erweiterungen62 arbeiten nicht mit Linux zusammen. Linux verwendet außerdem eine64 bessere Methode, um sie vor Viren zu schützen (siehe Abschnitt section70 7.19, `Eingeben des Root-Passworts'). 38 4.2.4. Shadow Ram17 ----------------- Ihr Motherboard bietet Ihnen wahrscheinlich die Möglichkeit59 sogenanntes Shadow Ram zu nutzen. Sie werden Einstellungen für ``Video70 BIOS Shadow'', ``C800-CBFF Shadow'', etc. finden. Schalten Sie bitte68 alle diese Optionen aus (Disable). Shadow Ram wird dazu benutzt den67 Zugriff auf die ROMs, der Nur-Lese-Speicher, Ihres Systems zu61 beschleunigen. Linux umgeht die Benutzung dieser ROMs nachdem es64 gebootet ist und ersetzt diese 16-Bit Software durch seine eigenen66 schnelleren 32-bittigen Programme. Das Ausschalten des Shadow Rams66 gibt einige diese Speicherbereiche zur normalen Nutzung durch andere68 Programme frei. Aktivieren Sie das Shadow Ram dagegen, so *kann* es zu70 unerwünschten Überschneidungen mit dem Hardwarezugriff durch Linux66 kommen und damit zu unnötigen Systemabstürzen führen. 54 4.2.5. Advanced Power Management32 -------------------------------- Bietet Ihr Motherboard Advanced Power Management (APM), so58 konfigurieren Sie es bitte so, daß das Power Management vom APM63 kontrolliert wird. Schalten Sie die doze, standby, suspend, nap und67 sleep modes genauso aus wie die power-down timer der Festplatte (hard69 disk). Linux kann all diese Einstellungen selber viel besser60 überwachen und entsprechend reagieren als es das BIOS vermag. Die65 Version des Betriebssystemkerns auf den Installationsdisketten62 unterstützt APM nicht, da es auf einem Laptop zu Abstürzen kam.63 Nachdem Sie jedoch das Linux-Basissystem installiert haben, können Sie70 das Source-Paket des Kerns (kernel-source) aufspielen und sich einen68 eigenen Betriebssystemkern erstellen, den Sie dann genau an Ihre64 Vorstellungen anpassen können, also z.B. auch mit APM. 55 4.2.6. Der Turbo-Schalter25 ------------------------- In vielen Rechnern gibt es einen Turbo-Schalter, mit dem die60 Geschwindigkeit der CPU eingestellt werden kann. Dieser Schalter64 sollte auf die höhere Geschwindigkeit gestellt werden. Soweit es das68 BIOS erlaubt, sollte die eventuell vorhandene Möglichkeit, per62 Software den Turbo-Schalter oder die CPU-Geschwindigkeit zu verändern,70 ausgeschaltet werden und die höhere CPU-Taktrate festgelegt werden.67 Wir hatten einen Bericht, dem zufolge Linux in einem speziellem System70 durch das sogenannte auto-probing, also dem Ermitteln der vorhandenen69 Hardware durch den Linux-Kern, versehentlich der48 Software-Geschwindigkeitsschalter bedient wurde. 49 4.2.7. Übertakten der CPU25 ------------------------- Es wird immer wieder versucht die CPU höher zu takten als vorgesehen,69 also beispielsweise einen 90 MHz Prozessor mit 100 MHz zu betreiben.68 Manchmal funktioniert es, aber es ist immer abhängig von der60 Umgebungstemperatur und anderen Faktoren und kann das System in63 Mitleidenschaft ziehen. Auch der Autor dieses Dokuments übertaktete67 über ein Jahr seinen Prozessor. Dann brach der Compiler gcc beim64 Übersetzen des Linux Kerns überraschend ab. Das Zurückstellen der65 Taktfrequenz beseitigte das Problem wieder. 44 4.2.8. Defekter Hauptspeicher (RAM)35 ----------------------------------- Der Compiler gcc verwendet große Datenstrukturen, die er regelmäßig67 durchläuft. Deswegen bewirken defekte Speicher oder andere58 Hardwareprobleme, die Daten verändern, daß der gcc illegale Befehle67 ausführt oder auf nicht existente Adressen zugreift und seine Arbeit68 mir der Meldung ``unexpected signal'' beendet. 47 Sehr gute Motherboards unterstützen Parity-RAMs und können dadurch66 fehlerhafte RAM-Bausteine bemerken. Leider gibt es keine Möglichkeit68 den entdeckten Fehler zu beseitigen. Deshalb stürzen diese Boards nach70 einer entsprechenden Meldung auch ab. Trotzdem ist dies natürlich65 besser, als wenn Daten unbemerkt verändert werden. Deshalb werden65 hochwertige Systeme auch mit echten Parity-RAMs ausgestattet. 62 4.2.9. Fake oder ``virtuelle'' Parity RAMs42 ------------------------------------------ In manchen Computer-Geschäften werden sogenannte *``virtuell'' Parity*70 SIMMs anstelle von *echten* angeboten. Diejenigen mit virtueller64 Parity können manchmal daran erkannt werden, daß ein extra Chip63 kleiner ist als die anderen. Sie funktionieren genauso wie normale66 SIMMs und können keine einzelnen Bitfehler im Speicher erkennen. 65 Für virtuelle Paritys lohnt es sich also nicht mehr Geld auszugeben.68 Dagegen dürfen SIMMs mit echter Parity etwas mehr kosten, da sie je 869 Bit Speicher ein Bit für die Überprüfung der Parität bereitstellen. 68 Sind echte Parity-SIMMs vorhanden und werden sie vom Motherboard64 unterstützt, so sollte sichergestellt werden, daß die Parameter im66 BIOS so eingestellt werden, daß das Motherboard einen Interrupt63 auslöst, wenn es einen Speicherfehler entdeckt. 48 4.2.10. Cyrix CPUs und Floppy Disk Errors41 ----------------------------------------- Einige Nutzer mit Cyrix CPUs müssen während der Installation den Cache70 in ihren Systemen ausschalten, weil das Diskettenlaufwerk ansonsten67 Fehler anzeigt. Nach der Installation sollte sichergestellt werden,67 daß der Cache wieder eingeschaltet wird, da der Rechner sonst61 *deutlich* langsamer ist. 26 Wir denken nicht, daß dies unbedingt ein Fehler der Cyrix CPU ist. Es69 kann sein, daß es für Linux eine Möglichkeit gibt, dieses Verhalten zu70 umgehen. Wir werden dieses Problem im Auge behalten. Für die technisch70 Versierten: wir vermuten ein Problem mit dem Cache, der nach einem66 Wechsel von 16-Bit zu 32-Bit Code ungültig ist. 48 4.2.11. Mehrere Prozessoren27 --------------------------- Wir haben verschiedene Berichte, daß Debian gut (und *sehr* schnell)68 auf Systemen mit zwei (oder mehr) Pentium, PentiumPro oder Pentium II69 Prozessoren auf dem gleichen Motherboard läuft. Um die Vorteile63 mehrerer Prozessoren nutzen zu können, muß das kernel-source Paket66 installiert werden und der Kern mit Unterstützung für symmetrisches67 Multiprozessoring (SMP) erneut übersetzt werden. Zur Zeit (Kernel65 Version 2.0.33) muß das Makefile in der obersten Verzeichnisebene der69 Kernelsourcen so editiert werden, daß die Zeile ``SMP=1''57 auskommentiert wird. Soll Software auf einem Multiprozessorsystem65 übersetzt werden, so sollte die ``-j'' Option in der Dokumentation von70 make Beachtung finden. 23 4.2.12. Weitere wichtige BIOS-Einstellungen43 ------------------------------------------- Bietet Ihnen das BIOS eine Einstellung wie ``15-16 MB Memory Hole'',68 so schalten Sie das bitte aus. Linux geht davon aus, daß sich an64 dieser Stelle wirklich Speicher befindet, jedenfalls wenn Sie soviel68 RAM haben. 11 Bei einem Intel Endeavor Motherboard gibt es eine Option mit dem Namen70 ``LFB'' oder ``Linear Frame Buffer'', die die zwei Auswahlpunkte64 ``Disabled'' und ``1 Megabyte'' besitzt. Wählen Sie ``1 Megabyte''66 aus. Als ``Disable'' eingestellt war, wurde die Installationsdiskette69 nicht richtig eingelesen und es kam teilweise zu Systemabstürzen. Zur69 Zeit können wir das Verhalten nicht erklären, aber es funktioniert so69 und nicht anders. 18 4.3. Beachtenswerte Hardware-Einstellungen42 ------------------------------------------ Einige Erweiterungskarten bieten Ihnen die Einstellung ``mapped63 memory'' an. Dabei ist festzulegen wohin bestimmte Speicherbereiche67 der Karte im Hauptspeicher eingeblendet werden sollen. Geeignete64 Angaben liegen zwischen 0xA0000 und 0xFFFFF, also zwischen 640 kB bis69 1 MB, oder aber mindestens 1 MB oberhalb des gesamten physikalischen68 Hauptspeichers. 16 4.4. Windows-spezifische Hardware33 --------------------------------- Ein beunruhigender Trend ist die rasante Verbreitung von Windows64 Modems und Druckern. In einigen Fällen sind sie besonders für den65 Betrieb durch das Microsoft Windows ausgelegt und tragen die60 Aufschrift ``Made especially for Windows-based computers'' oder63 ``GDI-...''. Dies wird im Allgemeinen durch das Entfernen eines63 eigenen Prozessors in der Hardware erreicht. Seine Aufgaben werden66 dann einem Windows-Treiber und damit dem Hauptprozessor des Computers69 aufgebürdet. Ziel dieses Vorgehens ist die Verringerung der59 Hardwarekosten. Häufig werden diese Einsparungen aber nicht an den66 Kunden weitergegeben. Manchmal ist solche Hardware sogar teurer als67 ähnliche Geräte mit eigener ``Intelligenz''. 45 Es gibt zwei Gründe, die gegen die Verwendung von Windows-spezifischer70 Hardware sprechen. Der erste ist, daß die Hersteller im Allgemeinen67 keine Treiber für Linux entwickeln. Auch ist es schwierig oder62 unmöglich freie Treiber zu erstellen, weil entweder keine57 Dokumentation der Schnittstellen verfügbar ist oder sie mit einer65 Geheimhaltungsklausel belegt ist, die eine Veröffentlichung des63 Treiber-Quellcodes verbietet. Der zweite Grund liegt im Fehlen des66 eingebauten Prozessors. Häufig muß das Gerät in Echtzeit vom60 Hauptprozessor bedient werden. In dieser Zeit steht er den anderen66 Programmen auf dem System nicht zur Verfügung. Der typische59 Windows-Benutzer nutzt seinen Computer nicht so für verschiedene64 Prozesse, wie es ein Linux-Nutzer tut. Deshalb hoffen die Hersteller,69 daß der Windows-Anwender nicht bemerkt, welche zusätzliche Arbeit sein70 Prozessor verrichten muß. Tatsache bleibt aber, daß jedes57 Multitasking-Betriebssystem, also auch Windows 95 oder NT, Teile64 seiner Gesamtleistungsfähigkeit einbüßt, wenn Gerätehersteller auf66 Prozessorleistung in Ihren Produkten verzichten. 49 In dieser Situation können Sie helfen, indem Sie die Hersteller63 auffordern Dokumentationen usw. zu veröffentlichen, um ihre Hardware68 programmieren zu können. Noch besser ist es jedoch auf solche Hardware70 ganz zu verzichten bis sie in der Hardwarekompatibilitätsliste62 (``Linux Hardware Compatibility HOWTO'' - siehe Anhang section 10.2,68 `Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux Hardware Compatibility61 HOWTO'')') als funktionsfähig bezeichnet wird. 47 4.5. Andere ungeeignete Hardware 33 --------------------------------- Einige Hardwarehersteller teilen uns einfach nicht mit, wie Treiber67 für ihre Hardware geschrieben werden können. Andere gewähren keinen67 Zugriff auf die Dokumentation, wenn nicht eine Geheimhaltungserklärung70 abgeschlossen wird, der die Veröffentlichung des Quellcodes für Linux69 untersagt. Ein Beispiel ist das DSP Sound-System, das in neueren IBM68 ThinkPads verwendet wird und in einigen Geräten auch als Modem62 eingesetzt wird. Solange kein Zugriff auf die Dokumentation dieser66 Geräte besteht, werden sie unter Linux nicht genutzt werden können.67 Auch hier können Sie auf den Hersteller einwirken, daß er die61 Dokumentation veröffentlicht. Wenn genug Leute danach fragen, werden68 sie merken, daß Linux ein für sie wichtiger Markt ist. Die58 Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux Hardware Compatibility HOWTO'' -70 siehe Anhang section 10.2, `Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux65 Hardware Compatibility HOWTO'')') beschreibt, zu welcher Hardware es68 Linux-Treibern gibt. 21 ------------------------------------------------------------------------------- 5. Partitionieren der Festplatte32 -------------------------------- 5.1. Hintergründe17 ----------------- Das Partitionieren einer Festplatte bedeutet im Prinzip das Aufteilen69 der Platte in mehrere Teile, den sogenannten Partitionen. Jede62 Partition ist unabhängig von den anderen Partitionen. Das57 Partitionieren entspricht dem Einbauen von Wänden in ein Haus: Wenn67 Sie in einem Raum die Möbilierung ändern, dann bleiben die anderen66 Räume davon unberührt. 23 Wenn Sie bereits ein Betriebssystem (Windows95, WindowsNT, OS/2, DOS,69 FreeBSD) auf der Festplatte installiert haben, dann ist es58 wahrscheinlich, daß sie die Festplatte neu partitionieren müssen.65 Üblicherweise werden beim neu Partitionieren die bereits auf der64 Festplatte befindlichen Daten bzw. Dateisysteme zerstört. Deshalb65 sollten Sie auf jeden Fall eine Sicherheitskopie Ihrer Daten anlegen,69 bevor Sie mit dem Partitionieren beginnen. Um auf das Beispiel mit dem70 Haus zurückzukommen: Vor dem Verschieben von Mauern würde man zunächst70 seine Möbel in Sicherheit bringen, um diese nicht versehentlich zu66 ramponieren. Glücklicherweise gibt es eine Alternative für einige65 Fälle, die im Abschnitt section 5.4, `Verlustloses Partitionieren von69 DOS, Windows95 oder OS/2' näher erläutert werden. 50 Linux benötigt mindestens zwei Partitionen: Die eine Partition enthält70 das gesamte Betriebssystem, alle Programme sowie Ihre privaten62 Dateien. Die andere Partition ist die Swap Partition, die als61 Zwischenspeicher für das Betriebssystem dient (vitueller Speicher).67 Wenn man den Swap Bereich in eine eigene Partition verlagert, kann66 Linux wesentlich effizienter damit umgehen. Es ist nicht zu empfehlen,70 eine normale Datei als Swap zu verwenden. 42 Es gibt zwei Gründe dafür, das Dateisystem in eine Anzahl mehrerer66 kleinerer Partitionen zu zerlegen. Der erste Grund ist Sicherheit:66 Wenn aus irgendeinem Grund etwas schiefgeht und das Dateisystem in66 einer Partition beschädigt wird, dann ist nur diese eine Partition66 davon betroffen. Das heißt, Sie müssen in diesem Fall nur einen63 kleinen Teil des Systems wieder herstellen. Dazu dienen die59 Sicherheitskopien, die jeder Anwender vorsichtshalber regelmäßig64 machen sollte. Sie sollten auf jeden Fall eine sogenannte 'root'64 Partition anlegen. Die root Partition enthält die wichtigsten61 Komponenten des Systems. Wenn irgendeine andere Partition Schaden65 nehmen sollte, können Sie zumindest Linux noch mit der root Partition69 booten, um anschließend das gesamte System reparieren zu können. Damit70 vermeiden Sie die Situation, im Notfall das gesamte System neu62 aufspielen zu müssen. 22 Der zweite Grund ist eher im täglichen Betrieb des Systems zu finden,69 es hängt davon ab, wie Sie Ihre Linux Maschine verwenden. Angenommen,69 ein Programm gerät ausser Kontrolle und belegt immer mehr57 Speicherplatz auf der Festplatte. Wenn dieses Programm mit root63 Privilegien läuft, dann stehen Sie plötzlich ohne freien56 Plattenspeicher da. Das ist insofern gefährlich, weil Linux im Betrieb70 neben dem Swap auch normale Dateien für die unterschiedlichsten Dinge69 verwendet und benötigt. Das Problem muss nicht im unmittelbarem63 Zusammenhang mit Ihrem Programm stehen: Mit einer Bombardierung von67 Werbe-Email (Spam) kann man ohne weiteres eine Partition füllen. Wenn69 Sie Ihr System auf mehrere Partitionen verteilen, dann schützen Sie67 sich vor vielen Problemen dieser Art. Um bei dem Beispiel mit der65 Email zu bleiben: Wenn Sie das Verzeichnis für eingehende Email63 `/var/spool/mail/' auf eine eigene Partition legen, dann wird ein65 grosser Teil Ihres Systems stabil weiterlaufen, auch wenn Ihre62 Maschine gerade mit Spams zugeschüttet wird. 45 Ein weiterer Grund für die Verwendung mehrerer Partitionen: Wenn Sie68 eine grosse IDE Festplatte haben und weder LBA Adressierung verwenden69 können noch einen Overlay Treiber. Diese Overlay Treiber werden63 üblicherweise von der Festplattenherstellern zur Verfügung gestellt.68 Damit in diesem Fall das BIOS beim Booten auf die Festplatte zugreifen70 kann, legen Sie die root Partition innnerhalb der ersten 1024 Zylinder70 der Festplatte (Das sind in etwa 524 Megabyte). 48 Das einzige wirkliche Problem beim Verwenden mehrer Partitionen ist67 die Tatsache, daß Sie üblicherweise vorher nicht genau wissen, wie66 gross denn nun die einzelnen Partitionen idealerweise sein sollten.67 Machen Sie eine Partition zu klein, dann werden Sie später entweder67 das ganze System neu installieren, oder Sie werden andauernd Dateien68 hin- und herschieben, um auf der zu kleinen Partition Platz zu62 schaffen. Auf der anderen Seite: Ist eine Partition zu gross, dann66 verschwenden Speicherplatz, den anderswo besser gebrauchen könnten.67 Obwohl Fesplattenspeicher heutzutage preiswert ist, bleibt die Frage:69 Warum sollten Sie Ihr Geld zum Fenster rausschmeißen? 54 5.2. Empfehlungen 18 ------------------ Wie bereits erläutert, sollten Sie sich eine separate, kleinere root68 Partition anlegen sowie eine größere `/usr' Partition. Ein Beispiel67 wird im Folgenden vorgestellt. Für die meisten Anwender reichen jedoch70 zwei Partitionen (Swap und Linux) aus, insbesondere wenn nur eine65 einzelne kleine Festplatte zur Verfügung steht, denn das Anlegen64 mehrer Partitionen kann Speicherplatz verschwenden. 52 Für den Fall, daß sie sehr viele Programme installieren werden, die67 nicht Bestandteil des Betriebssystems sind, benötigen Sie eine62 separate `/usr/local' Partition. Es ist auch eine gute Idee `/tmp' in69 eine eigene Partition von 20 MB bis 32 MB zu legen. Sollte Ihre63 Maschine als Server für sehr viele Benutzer verwendet werden, dann66 bietet es sich an, für `/home' eine eigene, große Partition anzulegen.70 Allgemein hängt die Partitionierung von dem gewünschten55 Anwendungszweck ab. 20 Bleibt die Frage nach der Größe für den Swap Bereich. Es gibt soviele69 Vorschläge, wie es Unix Systemverwalter gibt. Eine Daumenregel, die67 gut funktioniert: Man verwendet für die Swap Partition soviel61 Speicherplatz wie physikalischer RAM vorhanden ist, obwohl es nur für69 die wenigsten Anwender Gründe gibt, mit der Größe der Swap Partition68 über 64 MB hinaus zu gehen. Wenn Sie eine so große Swap Partition65 wirklich brauchen, dann sollten Sie sich eher mehr RAM Bausteine64 kaufen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Wenn Sie versuchen,61 gleichzeitig 10000 Gleichungen auf einer Maschine mit 256 MB RAM zu67 lösen, dann brauchen Sie möglicherweise mehr als 1 Gigabyte Swap. In68 diesem Fall sollten Sie zumindest versuchen, den Swap auf mehrere65 Festplatten zu verteilen. 26 5.3. Ein Beispiel17 ----------------- Ein Rechner mit 32 MB RAM und einer 1,7 Gigabyte IDE Festplatte als67 `/dev/hda'. Es gibt eine 500 MB DOS Partition auf Partition59 `/dev/hda1', eine 32 MB Swap Partition auf `/dev/hda3' und der Rest67 von 1,2 Gigabyte auf `/dev/hda2', enthält die Linux Partition. 63 5.4. Verlustloses Partitionieren von DOS, Windows95 oder OS/261 ------------------------------------------------------------- Die meisten Linux Erstinstallationen erfolgen auf einem System, auf67 dem bereits DOS (inkl. Windows3.1), Windows95 oder OS/2 installiert67 ist. Dabei soll Debian auf die gleiche Platte installiert werden, ohne70 daß dabei das bereits installierte Betriebssystem zerstört wird. Wie68 weiter oben bereits erläutert, führt das Verändern der Größe einer66 Partition üblicherweise zum Verlust der auf dieser Partition60 befindlichen Daten, Es sei denn, es werden entsprechende56 Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Die Methode, die hier im folgenden64 beschrieben wird, arbeitet in der Praxis extrem gut, jedoch ohne64 irgendeine Garantie für Ihre Daten. Deshalb: *Machen Sie eine61 Sicherheitskopie!* 19 Bevor Sie weiter vorgehen, sollten Sie sich bereits überlegt haben,67 wie Sie die Festplatte partitionieren wollen. Die hier beschriebene67 Methode teilt eine Partition in zwei Teile: Der eine Teil enthält das69 Original Betriebssystem, der andere Teil wird für Debian verwendet66 werden. Während der Installation von Debian wird Ihnen dann die63 Möglichkeit gegeben, das Abteilen der Debian Partition abzuschließen. 70 Die Idee hinter der Methode besteht darin, alle Daten einer Partition69 an den Anfang der Partition zu verschieben, um anschließend die63 Partitionsinformationen zu ändern. Auf diese Weise geht nichts62 verloren. Es ist sehr wichtig, daß sie nach dem Verschieben der63 Dateien an den Anfang der Partition, so wenig wie möglich auf der65 Partition arbeiten. Damit verhindern Sie, daß möglicherweise doch noch70 eine Datei an das Ende der Partition geschrieben wird, was dazu führen70 würde, daß die neu zu erzeugende Partition kleiner ausfällt als63 möglich. 9 Als erstes brauchen Sie eine Kopie von `fips'. Dieses Archiv befindet69 sich im `tools/' Verzeichnis der Debian Distribution. Nach dem62 Auspacken der ZIP Archivs kopieren Sie die Dateien `RESTORRB.EXE',66 `FIPS.EXE' und `ERRORS.TXT' auf eine bootbare Diskette. Eine bootbare69 Diskette kann man unter DOS mit dem Kommando `sys a:' erzeugen. `fips'70 enthält eine sehr gute Dokumentation, die Sie lesen sollten. Sie64 müssen auf jeden Fall die Dokumentation lesen, wenn Sie eines der65 folgenden Programme benutzen: `Stacker', `SuperStor', `DoubleSpace'67 oder einen anderen Festplattenkomprimierer; oder `OS/2', `Ontrack Disk70 Manager' oder einen ähnlichen Treiber. 39 Der nächste Schritt besteht darin, alle Daten an den Anfang der63 Partition zu verschieben (defragmentieren). Dazu kann das Programm66 `defrag' verwendet werden, welches ab DOS 6.0 standardmäßig59 mitgeliefert wird. In der fips Dokumentation befindet sich eine Liste69 mit weiteren Programmen, mit welchem Sie die DOS Partition58 defragmentieren können. Wenn Sie Windows965 verwenden, dann beachten68 Sie bitte, daß Sie `defrag' von Windows95 aus starten müssen, da DOS68 mit dem Windows95 Dateisystem FAT32 nicht zurechtkommt. 56 Das Defragmentieren kann eine Weile dauern, je nachdem wie groß die67 Festplatte, bzw. die Partition ist. Im Anschluß an das Defragmentieren70 booten Sie den Rechner von fips Diskette, die sie vorhin erstellt65 haben. Dann starten Sie einfach `fips' und folgen den Anweisungen auf69 dem Bildschirm. 16 ------------------------------------------------------------------------------- 6. Installationsmethoden für Debian35 ----------------------------------- Sie können Debian von den folgenden Medien installieren: Disketten,67 Festplatte, CDROM oder via NFS Dateisystem. Die verschiedenen61 Installationsmethoden können beliebig kombiniert werden. Wie das im67 einzelnen funktioniert, wird im folgenden näher erläutert. 59 Die Installationsdisketten sind in drei verschiedene Serien59 unterteilt: Die Notfalldiskette (rescue), die Treiberdiskette (driver)70 sowie die Basisdisketten (base). Während des Installationsvorgangs66 wird jede Diskette einzeln angefordert, sodaß die Diskettendaten auch69 auf unterschiedlichen Medien vorliegen können. Das heißt zum Beispiel,70 daß Sie zum Starten des Installationsvorganges den Rechner von einer68 Diskette booten, die folgenden Daten (driver, base) dann aber von65 CDROM installieren können. Dazu liegen die Disketten in verschiedenen69 Dateiformaten vor: Zum einen als Diskettenimages, welche direkt auf67 eine Diskette geschrieben werden, zum anderen als Archive (tar),64 welche von der CDROM oder per NFS gelesen werden. 50 Der nächsten Abschnitt enthält eine Liste der Dateien, welche Sie im68 `disks-i386' Verzeichnis finden. Sie müssen nicht alle Dateien62 herunterladen bzw. auf Diskette spielen, sondern nur diejenigen,64 welche Sie für Ihre Installation auch benötigen. Die Daten für die66 Installationsdisketten liegen sowohl in einem Format für 1.44 MB64 Laufwerke vor, als auch für die älteren 1.2MB Laufwerke. Die Dateien68 für die 1.44MB Laufwerke enthalten ein ''14'' im Dateinamen, die64 Dateien für die 1.2MB Laufwerke enthalten ein ''12'' im Dateinamen. 68 6.1. Überblick über die Installationsdateien44 -------------------------------------------- Sie erhalten die Dateien vom FTP Server ftp.debian.org54 /debian/hamm/disks-i386/current bzw. einem der gespiegelten Mirror FTP70 Server (siehe Anhang subsection 10.1.2, `Bezugsquellen für die Debian69 GNU/Linux Distribution (README.mirrors) '). Sämtliche53 Installationsdateien befinden sich ebenfalls auf der Debian CDROM im68 Verzeichnis `.../hamm/disks-i386/current'. 43 6.1.1. resc1440.bin, resc1200.bin: Image für die Notfalldiskette (rescue)73 ------------------------------------------------------------------------- Hierbei handelt es sich um die Notfalldiskette. Sie wird sowohl für67 die Erstinstallation verwendet, als auch für den Fall, daß Ihr System69 aus irgendeinem Grund nicht mehr von alleine bootet. Darum sollten Sie70 auf jeden Fall eine Notfalldiskette anlegen, auch wenn Sie nicht von68 Diskette installieren wollen. 30 6.1.2. resc1440tecra.bin: Image für Notfalldiskette für Laptops (rescue)72 ------------------------------------------------------------------------ Diese Notfalldiskette ist für Rechner, welche nicht mit den59 komprimierten Kernel Images (`bzImage') zurecht kommen. Das Problem67 tritt üblicherweise bei Laptops auf, obwohl auch berichtet wurde, daß69 andere Rechner davon betroffen sind. Wenn Ihr Rechner beim Booten des69 Kernels neu startet oder hängenbleibt, dann sollten Sie dieses62 Diskimage für die Notfalldiskette ausprobieren. 48 6.1.3. drv1440.bin, drv1200.bin: Image für Treiberdiskette (driver)67 ------------------------------------------------------------------- Die Treiberdiskette enthält die Kernelmodule bzw. Treiber, die nicht68 für den unmittelbaren Bootvorgang notwendig sind. Während des61 Installationsvorgangs werden Sie nach den Treibern gefragt, die für67 Ihr System notwendig sind. 27 6.1.4. base2_0.tgz, base14-X.bin, base12-X.bin: Das Basissystem63 --------------------------------------------------------------- Diese Dateien enthalten das Basissystem, das bei der Installation auf69 Ihre Linux Partition installiert wird. Das Basissystem wird benötigt,69 um die restliche Installation durchführen zu können. `base2_0.tgz' ist70 ein komprimiertes Archiv und wird verwendet, wenn Sie nicht von63 Diskette installieren, `base14-X.bin' (mit X = 1..5) sind die fünf66 Diskettenimages für 1.44MB Disketten und `base12-X.bin' (mit X = 1..6)70 sind die sechs Diskettenimages für 1.2MB Disketten. 52 6.1.5. root.bin: Image für Temporäres Dateisystem49 ------------------------------------------------- Diese Datei enthält ein Image des Temporären Dateisystems, welches66 während der Installation in den Speicher geladen wird, wenn Sie von67 der Festplatte bzw. CDROM installieren. 40 6.1.6. rawrite2.exe: Ein DOS Programm zum Schreiben der Diskettenimages71 ----------------------------------------------------------------------- Mit dem Programm rawrite2.exe werden unter DOS die Diskettenimages auf70 eine Diskette gespielt. Sie dürfen die Imagedateien (*.bin) nicht65 direkt auf die Disketten kopieren, sondern müssen stattdessen dieses68 Programm dafür verwenden. 26 6.1.7. loadlin.exe: Linux Boot Loader für DOS45 --------------------------------------------- Sie benötigen den Bootloader loadlin.exe, wenn Sie die Installation67 von einer DOS Partition oder von CDROM aus durchführen. 56 6.1.8. install.bat: DOS Batchdatei zum Starten der Installation unter DOS73 ------------------------------------------------------------------------- Sie benötigen die DOS Batchdatei install.bat, wenn Sie die58 Installation von einer DOS Partition oder von CDROM aus durchführen.68 install.bat verwendet loadlin.exe. 35 6.1.9. linux: Linux Kernel Image32 -------------------------------- Sie benötigen das Linux Kernel Image `linux', wenn Sie die58 Installation von einer DOS Partition oder von CDROM aus durchführen. 69 6.1.10. install.txt, install.html: Installationsanleitung57 --------------------------------------------------------- Die Datei, die Sie gerade lesen. 33 6.1.11. cfdisk.txt: Anleitung cfdisk36 ------------------------------------ Die Bedienungsanleitung für das Programm zum Partitionieren der63 Festplatte `cfdisk'. 21 6.1.12. basecont.txt: Inhaltsangabe Base System47 ----------------------------------------------- Enthält eine Inhaltsangabe des Base Systems. 45 6.2. Installieren von einer DOS Partition41 ----------------------------------------- Besorgen Sie sich die folgenden Dateien und kopieren sie diese in ein69 Verzeichnis auf Ihrer DOS Partition: `resc1440.bin', `drv1440.bin',67 `base2_0.tgz', `root.bin', `linux', `install.bat' und `loadlin.exe'.68 Rufen Sie anschließend `install.bat' auf und fahren Sie fort mit64 chapter 7, `Installation des Systems'. 39 6.3. Installieren von einer ext2fs Partition44 -------------------------------------------- Besorgen Sie sich die folgenden Dateien und kopieren Sie diese in ein69 Verzeichnis auf Ihrer ext2fs Partition: `resc1440.bin', `drv1440.bin'69 und `base2_0.tgz'. Schreiben Sie das Image für die Notfalldiskette66 (rescue) auf eine 1.44MB Diskette: 35 dd if=resc1440.bin of=/dev/fd0 bs=512 conv=sync ; sync54 Anschließend booten Sie den Rechner mit der soeben erzeugten Diskette.70 Fahren Sie fort mit chapter 7, `Installation des Systems'. 59 6.4. Installieren von CDROM27 --------------------------- Höchstwahrscheinlich werden Sie Debian Linux von der offiziellen64 Debian CDROM installieren wollen. Im einfachsten Fall booten Sie das68 Installationsprogramm direkt von der CDROM. Dazu muss allerdings das68 BIOS Ihres Rechners entsprechend konfiguriert sein. Falls Ihr Rechner69 nicht von CDROM booten kann, dann Starten sie DOS, wechseln Sie unter69 DOS in das Verzeichnis `boot/' auf der CDROM und starten Sie das64 Installationsprogramm mit dem Aufruf `boot.bat'. Fahren Sie fort mit68 chapter 7, `Installation des Systems'. 39 6.5. Installieren von Disketten31 ------------------------------- Das Installieren von Disketten ist nicht empfehlenswert, denn61 Disketten sind sehr störanfällige Medien. Die Disketteninstallation67 bietet sich nur dann an, wenn auf Ihrer Festplatte noch kein60 Dateisystem vorhanden ist. 27 6.5.1. Auswahl der Diskettenimages34 ---------------------------------- Zum Installieren von Diskette benötigen Sie folgende Diskettenimages: 70 * 5Notfalldiskette (rescue) 25 Ist das `a:'-Laufwerk, von dem Debian GNU/Linux installiert59 werden soll, ein 1,44 MB Diskettenlaufwerk, dann wird die Datei63 'resc1440.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/resq1440.bin)60 verwendet. Ist das Laufwerk für 1,2 MB Disketten gedacht, so wird65 die Datei 'resc1220.bin'24 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/resq1200.bin)60 benötigt. Notebookbesitzer verwenden die Datei46 'resc1440tecra.bin'19 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/resq1440tecra.bin)65 * 5Treiberdiskette (driver) 25 Bei 1,44 MB Disketten enthält die Datei 'drv1440.bin'53 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/drv1440.bin) die63 Treiber für die Hardware, bei 1,2 MB Disketten ist es die Datei63 'drv1200.bin'13 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/drv1200.bin). 61 * 5Basisdisketten (base) 22 Die fünf 1.44MB Disketten des Basissystems werden von den57 folgenden Dateien erzeugt: 'base14-1.bin'41 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base14-1.bin),61 'base14-2.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base14-2.bin),61 'base14-3.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base14-3.bin),61 'base14-4.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base14-4.bin),61 'base14-5.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base14-5.bin). 62 Die sechs 1.2MB Disketten des Basissystems werden von den57 folgenden Dateien erzeugt: 'base12-1.bin'41 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base12-1.bin),61 'base12-2.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base12-2.bin),61 'base12-3.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base12-3.bin),61 'base12-4.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base12-4.bin),61 'base12-5.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base12-5.bin),61 'base12-6.bin'14 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/base12-6.bin). 62 Lesen Sie dieses Dokument mit einem Web-Browser und sind an das63 Internet angeschlossen, so kann es sein, daß Sie die oben angegebenen69 Disketten-Images durch entsprechende Auswahl der Dateinamen auf Ihren69 Rechner übertragen können. Die Links verweisen auf den Debian61 Hauptserver in Amerika. Alternativ können Sie auch jeden anderen64 Debian FTP Mirror benutzen (siehe Anhang subsection 10.1.2,59 `Bezugsquellen für die Debian GNU/Linux Distribution (README.mirrors)69 '). 4 Besorgen Sie sich die entsprechende Anzahl Disketten. Bitte beachten68 Sie, daß Sie während der Installation zwei weitere leere Disketten66 benötigen werden. Das Installationsprogramm wird die Disketten jeweils70 anfordern. 11 6.5.2. Schreiben der Diskettenimages auf Diskette49 ------------------------------------------------- 6.5.2.1. DOS-, Windows- oder OS/2-Rechner41 ----------------------------------------- Sie finden das Programm rawrite2.exe im selben Verzeichnis wie die66 Image-Dateien: `.../hamm/disks-i386/current/'. An dieser Stelle63 befindet sich auch die Textdatei rawrite2.txt, welche weitergehende67 Erläuterungen zu rawrite2.exe enthält. 39 Um die Installationsdisketten zu erstellen, also die Image-Datei auf68 die Diskette zu kopieren, brauchen Sie nur den Befehl 54 rawrite2 -f Dateiname -d Laufwerk33 eingeben. Als Dateiname geben Sie den Namen der Image-Datei an und als70 Laufwerk den gewünschten Laufwerksbuchstaben. So können Sie59 beispielsweise die Root-Diskette beschreiben, die in Ihrem58 `a:'-Laufwerk liegt: 21 rawrite2 -f root.bin -d a:26 6.5.2.2. Linux- oder UNIX-Rechner33 --------------------------------- Manche Systeme mounten eingelegte Disketten automatisch. Um die63 Installationsdisketten beschreiben zu können, müssen Sie diese62 Eigenschaft ausschalten. Das Beschreiben mit den Image-Dateien ist nur70 im sogenannten ``raw mode'' der Diskettenlaufwerke möglich. Uns ist67 leider das zugehörige Vorgehen bei Ihrem Rechner nicht bekannt. Fragen70 Sie also Ihren Systemadministrator. 36 Um eine Image-Datei auf die Diskette zu kopieren, verwenden Sie den67 folgenden Befehl 17 dd if=Dateiname of=/dev/fd0 bs=512 conv=sync ; sync51 Als Dateiname geben Sie den Namen der Image-Datei an. `/dev/fd0' ist68 der häufig genutzte Name für das Diskettenlaufwerk. Auf Ihrer61 Workstation kann er natürlich anders sein. Stellen Sie bitte sicher,68 daß der Schreibvorgang beendet wurde, bevor Sie die Diskette aus dem68 Laufwerk entfernen, da bei einigen System schon vor Ende des60 Schreibvorgangs weitere Befehle eingegeben werden können. Fehlt an66 Ihrer Workstation ein Auswurfhebel für die Disketten, können Sie es67 mit dem Befehl eject probieren. 32 6.5.3. Zuverlässigkeit von Diskettenlaufwerken46 ---------------------------------------------- Das größte Problem bei der Erstinstallation eines Linux-Systems63 scheint das Diskettenlaufwerk zu sein. 39 Die erste Diskette (``Notfall/Rescue'') ist diejenige mit den größten69 Problemen, weil sie mit Hilfe des BIOS gelesen wird. Dabei zeigt sich,70 daß das BIOS nicht so zuverlässig die Disketten lesen kann, wie es der70 Linux-Treiber zu tun pflegt. In Extremfällen stoppt das BIOS einfach68 den Lesevorgang ohne einen Hinweis zu geben, wenn es nicht58 einwandfreie Daten einliest. Auch bei den späteren Disketten kann es68 zu Problemen kommen. Typisches Kennzeichen ist dann, daß der60 Bildschirm mit ``disk I/O error''-Meldungen gefüllt wird. 58 Wird Ihr Installationsvorgang einmal bei einer bestimmten Diskette66 unterbrochen, so sollten Sie als erstes sich das zugehörige Disk-Image70 nocheinmal besorgen und auf eine *andere* Diskette schreiben. Die alte70 Diskette einfach zu formatieren ist nicht immer ausreichend, auch wenn70 sie scheinbar fehlerfrei zu formatieren und beschreiben ist. Manchmal69 hilft es auch, die Disketten auf einem anderen Rechner zu beschreiben.70 Ein Anwender berichtete, daß er erst *drei*43 ``Notfall/Rescue''-Disketten beschreiben mußte, bevor dann es dann mit70 dritten endlich klaglos klappte. 33 ------------------------------------------------------------------------------- 7. Installation des Systems27 --------------------------- In diesem Abschnitt wird nun der eigentliche Installationsvorgang65 beschrieben, nachdem alle Vorarbeiten wie das Erstellen der Disketten69 und das Sichern aller Daten des Systems erledigt wurden. 57 7.1. Die ``Notfall/Rescue'' Disk32 -------------------------------- Legen Sie zunächst die Diskette ``Notfall/Rescue'' in Ihr57 `a:'-Laufwerk ein und starten Ihren Computer neu. Dies können Sie65 durch das Drücken der Reset-Taste, aus- und wieder einschalten des66 Rechners oder durch die gleichzeitige Betätigung der drei Tasten64 Strg-Alt-Entf (Ctrl-Alt-Del) erreichen. Nach einer kleinen Weile64 sollte auf das Diskettenlaufwerk zugegriffen werden und danach ein66 Text erscheinen, auf dem Sie mit einer kurzen Einführung zur60 ``Notfall/Rescue''-Diskette begrüßt werden. Am unteren Ende des63 Bildschirms erscheint die Eingabeaufforderung mit `boot:'. 59 Die Bezeichnung ``Notfall/Rescue''-Diskette wurde gewählt, weil Sie67 auch später Ihren Rechner von dieser Diskette aus starten können. Dies70 ist Ihr Rettungsanker, wenn Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre60 Festplatte haben. Deshalb sind auch die für diese Tätigkeit59 notwendigen Programme auf dieser Diskette vorhanden. Heben Sie deshalb70 diese Diskette, auch nach der erfolgreichen Installation Ihres62 Systems, gut auf. 18 Sie haben nun die Möglichkeit sich mit den Funktionstasten F1 bis F1069 einige Seiten mit weiteren nützlichen Informationen anzeigen zu lassen70 (in Englisch) oder aber das System zu starten, indem Sie einfach64 Return (Wagenrücklauftaste) drücken. Hat das System weniger als 6 MB68 Hauptspeicher, so muß als Boot-Methode `floppy' gewählt werden. Dies68 geschieht durch die Eingabe von `floppy' nach der Eingabeaufforderung69 `boot:'. Nach Anforderung der Root-Diskette, muß die ``low-memory65 root''-Diskette eingelegt werden. Diese Diskette darf nicht59 schreibgeschützt sein. 23 Wird ein 1,2 MB Diskettenlaufwerk zur Installation verwendet, so heißt70 die passende Boot-Methode `ramdisk'. Die verfügbaren Boot-Methoden66 können mit Hilfe der Funktionstaste F3 angezeigt werden. 57 Es kann vorkommen, daß bestimmte Bestandteile der Hardware nicht64 erkannt werden. In diesem Fall finden Sie mit Hilfe der55 Funktionstasten F4 und F5 Parameter, die Sie beim Booten angeben64 können. Dazu geben Sie nach der Eingabeaufforderung `boot:' die63 Boot-Methode gefolgt von den Parametern ein. Die voreingestellte64 Boot-Methode ist `linux'. Die Boot-Methode und die verschiedenen64 Parameter untereinander werden mit Leerzeichen abgetrennt. 59 Zu diesem Zeitpunkt ist noch keine deutsche Tastaturbelegung60 verfügbar. Deshalb hier die Lage von wichtigen Zeichen auf der62 amerikanischen Tastatur: 25 Zeichen deutsche Beschriftung Zeichen deutsche Beschriftung73 y z + `64 z y - ß64 = ' _ ?64 / - ; ö64 # § : Ö64 " Ä24 Wenn Sie das erste Mal Linux booten, so drücken Sie einfach Return. In70 vielen Fällen läuft Linux völlig problemlos hoch. Sollte Ihre Hardware70 wirklich nicht erkannt werden, so können Sie den Rechner noch einmal68 starten und sich dann um die entsprechenden Parameter kümmern. 63 Nachdem Sie Return gedrückt haben, erscheint die Meldung56 ``Loading...'' auf dem Bildschirm. Nach ``Uncompressing Linux ...''67 kommen Hinweise über die Hardware, die Linux in Ihrem System gefunden69 hat. Es können auch Meldungen wie ``can't find ...'', ``... not63 present'' oder auch ``this driver release depends on ...'' dabei sein.70 Im Allgemeinen sind sie harmlos und können ignoriert werden. Dies65 liegt daran, daß die ``Notfall/Rescue'' Disk für möglichst viele64 verschiedene Rechner geeignet ist. Deshalb ist nur natürlich, daß kein70 Rechner über alle Hardwarebestandteile verfügt und deshalb das Fehlen69 erkannt und angezeigt wird. 28 Teilweise werden Sie beobachten können, daß das System zeitweilig65 Pausen einlegt. In diesen Augenblicken wartet es darauf, daß ein64 bestimmtes Gerät reagiert, das vielleicht garnicht vorhanden ist.65 Dauern Ihnen diese Zwischenpausen auf Dauer zu lange, so können Sie67 sich, nachdem Sie das System fertig installiert haben, einen60 *systemspezifischen Kern* (custom kernel) erzeugen. Bei diesem Kern67 lassen Sie dann alle nicht benötigten Geräte einfach weg. 58 Wählen Sie eine andere als die voreingestellte Boot-Methode, wie z. B.70 `ramdisk' oder `floppy', so werden Sie aufgefordert die Root-Diskette69 in das `a:'-Laufwerk einzulegen. Haben Sie das gemacht, bestätigen Sie70 durch drücken der Return-Taste. (Haben Sie floppy1 gewählt, so müssen69 das zweite Diskettenlaufwerk `b:' benutzen.) 45 7.2. Rechner mit wenig Hauptspeicher (RAM)42 ------------------------------------------ Ist Ihr Rechner mit weniger als 6 MB Hauptspeicher ausgestattet, so67 wird Ihnen nun ein erklärender Absatz über ``low memory'' und ein65 Textmenü mit vier Auswählmöglichkeiten präsentiert. Das heißt, es65 wurde festgestellt, daß das System nicht genug Hauptspeicher für den68 normalen Installationsvorgang hat. Gehen Sie also der Reihe nach durch70 die vier Punkte dieses ``low memory''-Menüs: 45 * 5Festplatte partitionieren - ``partition your disk'' 52 Die Festplatte wird mit dem Programm fdisk partitioniert. Legen63 Sie mit fdisk eine ``Linux Swap Partition'' (type 82) an. Durch63 diesen Festplattenbereich wird Ihr Hauptspeicher durch54 sogenannten virtuellen Speicher (virtual memory) vergrößert, so63 daß die nachfolgende Installation reibungslos über die Bühne60 gehen kann. Der Installationsvorgang benötigt nämlich mehr als 464 MB Hauptspeicher. Die Größe der Partition richtet sich nach den63 Anforderungen, die Sie an das fertig installierte System stellen.65 16 MB ist wahrscheinlich die unterste Grenze, die noch54 funktioniert. Besser sind 32 MB, wenn Sie diesen Platz erübrigen64 können, oder aber 64 MB, wenn Ihre Festplatte so groß ist, daß62 der fehlende Platz kaum auffällt. 34 Beispiele für Namen von Partitionen: /dev/hda1 ist die erste60 Partition auf der ersten IDE-Festplatte und /dev/sdb3 ist die61 dritte Partition auf der zweiten SCSI-Platte. 46 Legen Sie außerdem eine MINIX Partition (type 81) an. Sie wird62 für das Root-Dateisystem am Anfang der Installation benötigt. Sie65 sollte mindestens 2 MB groß sein. Nach dem Ende der Installation64 kann sie wieder gelöscht werden. 33 Nun werden die ext2 Partitionen (type 83) angelegt, auf denen61 Debian installiert werden soll. 32 * 5Swap-Partition aktivieren - ``activate the swap partition'' 60 * 5Root-Dateisystem auf die Festplatte kopieren - ``copy the root62 filesystem to disk'' 21 * 5System neu starten - ``reboot'' 32 Starten Sie den Rechner mit den angegebenen Boot-Optionen erneut.65 7.3. Farb- oder Schwarz/Weiß-Darstellung40 ---------------------------------------- Mit Hilfe der nach dem Bootvorgang erscheinenden Dialogbox können Sie69 angeben, ob Sie im folgenden eine farbige oder lieber eine58 schwarz/weiße Darstellung bevorzugen. Verwenden Sie einen57 Schwarz/Weiß-Monitor, so fahren Sie einfach durch Drücken der61 Return-Taste fort. Schauen Sie dagegen auf einen Farbmonitor, so64 bewegen Sie den Cursor mit den Pfeiltasten (Cursortasten) auf den65 Menupunkt `Color' und drücken dort Return. Die Bildschirmdarstellung68 sollte daraufhin von schwarz/weißer Darstellung auf die farbige63 umschalten. Drücken Sie nun ein zweites Mal auf Return, um mit der66 Installation fortzufahren. 27 7.4. Das Hauptmenü18 ------------------ Als nächstes sehen Sie ein Fenster, in dem ```The installation program70 is determining the current state of your system''' steht. Das61 Installationprogramm überprüft zwischen den verschiedenen Schritten67 den aktuellen Zustand des Systems. Dies geht auf manchen Systemen so68 schnell, daß der Inhalt des Fensters nicht zu lesen ist. Diese62 Überprüfung des aktuellen Systemzustandes erlaubt Ihnen die59 Unterbrechung des Installationsvorgangs, da festgehalten wird, welche69 Installationsschritte Sie bereits erfolgreich durchgeführt haben.65 Müssen Sie den Installationsvorgang erneut starten, so müssen Sie65 folgendes erledigen: 21 * 5Farbauswahl (Color-or-Monochrome Dialog Box)44 * 5Tastatur konfigurieren (Configure the Keyboard)47 * 5Swap-Partition reaktivieren (Activate the Swap Disk Partition)62 * 5alle schon initialisierten Partitionen wieder mounten (Mount60 Linux Partition)16 Alles, was Sie sonst noch erledigt haben, bleibt erhalten. 59 Von dem Hauptmenü aus steuern Sie die gesamte weitere Installation.67 Deswegen gelangen Sie nach jeder Aktion hierher wieder zurück. Im65 Kopfbereich verändern sich die Auswahlpunkte und zeigen Ihnen so den68 Fortschritt der Installation an. Phil Hughes schrieb im *Linux62 Journal*, daß man einem *Huhn* beibringen könnte Debian zu58 installieren. Er wollte damit sagen, daß man während des56 Installationsprozesses meistens nur die Return-Taste *picken* muß. 67 Mit dem ersten Punkt des Hauptmenüs wird Ihnen der nächste sinnvolle68 Schritt, beim aktuellen Stand der Installation, als `Next' angeboten.69 Wollen Sie jedoch einen anderen Punkt auswählen, so können Sie das66 jederzeit mit den Pfeiltasten tun. Jetzt sollte der als `Next'62 angegebene Punkt `Configure the Keyboard' heißen. 50 7.5. Tastatur konfigurieren27 --------------------------- Überzeugen Sie sich davon, daß der Menüpunkt `Configure the Keyboard'69 hervorgehoben ist und aktivieren ihn durch das Betätigen der60 Return-Taste. Nun befinden Sie sich in einem Menü, das Ihnen die64 Auswahl Ihres Tastaturlayouts gestattet (keyboard configuration menu).70 Mit Hilfe der Pfeiltasten können Sie den hervorgehobenen Bereich64 verschieben. Bewegen Sie ihn auf das Layout Ihrer Sprache oder einer68 die der Ihren sehr ähnlich ist, z. B. `de' für eine deutsche60 QWERTZ-Tastatur. 17 Nachdem Abschluß der Systeminstallation stehen ihnen weitere60 Tastaturlayouts zur Verfügung. Die Pfeiltasten liegen auf jeder63 Tastatur an der gleichen Stelle, so daß sie unabhängig vom gewählten68 Tastaturkonfiguration sind. Nachdem Sie die Hervorhebung nun auf das68 von Ihnen gewünschte Tastaturlayout bewegt haben, betätigen Sie die67 Return-Taste um die Auswahl zu bestätigen. 43 Die nächsten Schritte sind die Partitionierung (Partition a Hard Disk)70 und Formatierung (Initialize ...) der Festplatte. 50 7.6. Benutzung der Kommandozeile bzw. UNIX-Shell48 ------------------------------------------------ Schon fortgeschrittene UNIX- oder Linux-Anwender gelangen mit61 LeftAlt-F2 zu der zweiten virtuellen Console. Diese Tastenkombination69 wird durch gleichzeitiges Drücken der linken Alt-Taste und der62 Funktionstaste F2 eingegeben. Auf diesem zweiten Bildschirm läuft das69 Programm ash. Dies ist eine der Bourne Shell nachgeahmte56 Kommandozeile. Sie steht Ihnen nach dem Booten von der RAM-Disk jetzt69 zur Verfügung. Hier können Sie in Notfällen die Unix Werkzeuge62 benutzen, die Sie in den Verzeichnissen `/bin /sbin /usr/bin60 /usr/sbin' finden. Bitte benutzen Sie während der Installation62 trotzdem immer die Menüpunkte, da die Menüsoftware die von Ihnen sonst70 vorgenommen Änderungen am System nicht mitbekommt. Dies gilt besonders70 für die Aktivierung der Swap-Partition. Mit LeftAlt-F1 gelangen Sie67 wieder zurück zu dem Bildschirm mit dem Hauptmenü. Linux bietet bis zu70 64 virtuellen Consolen, obwohl die ``Notfall/Rescue'' Disk nur einige69 wenige zur Verfügung stellt. 29 7.7. Last Chance!17 ----------------- Wir hatten Sie ja schon mehrfach aufgefordert Ihre Daten zu sichern.68 Hier kommt nun die erste Gelegenheit all Ihre alten Daten zu löschen68 und gleichzeitig die letzte Möglichkeit Ihre wertvollen Daten doch66 noch zu sichern. Sollten Sie noch keine Sicherungen haben, so61 entfernen Sie die Diskette aus dem Laufwerk, starten Ihr System neu67 und sichern Ihre Daten mit Ihrem Backup-Programm. 50 7.8. Festplatte partitionieren30 ------------------------------ Lesen Sie hierzu auch das Kapitel chapter 5, `Partitionieren der64 Festplatte'. 13 Soweit noch keine ```Linux native''' und ```Linux swap''' Partitionen69 existieren, wird der nächste Menüpunkt `Partition a Hard Disk' sein.68 Haben Sie schon mindestens eine ```Linux native''' oder eine ```Linux69 swap''' Partition angelegt, so steht die Menüauswahl auf `Initialize68 and Activate the Swap Disk Partition'. Haben Sie 4 MB Hauptspeicher,68 so wurde Ihnen das ``low memory''-Menü angezeigt und Sie haben deshalb70 die Swap-Partition schon beim Booten des Systems angelegt und61 aktiviert. Deshalb müssen Sie diesen Punkt übergehen.53 Selbstverständlich können Sie jederzeit die Pfeiltasten benutzen, um68 zu `Partition a Hard Disk' zu gelangen. 40 Nach der Auswahl des Menüpunktes `Partition a Hard Disk' wird Ihnen67 eine Auflistung der Festplatten angezeigt, die Sie partitionieren65 können. Anschließend wird das Programm cfdisk aufgerufen mit dem Sie68 Partitionen erzeugen und verändern können. Sie müssen mindestens eine69 ```Linux native''' (`type 83') und eine ```Linux swap''' (`type 82')68 Partition anlegen. 19 Die Swap-Partition ist der virtuelle Speicher des Systems und sollte68 zwischen 16 und 128 MB groß sein. Die genaue Größe richtet sich nach68 dem vorhandenen Festplattenplatz und danach wieviele große Programme68 sie gleichzeitig nutzen wollen. Eine gute Faustregel ist, daß der65 gesamte Speicher, also RAM plus Swap-Bereich, bei Textmodus-Systemen68 etwa 25 MB und bei X-Windows-Systemen, die auch von Linux verwendete68 grafische Oberfläche, etwa 70 MB betragen sollte. Linux nutzt nicht67 mehr als 128 MB zum Swappen, so daß es keinen Grund gibt eine größere69 Swap-Partition anzulegen. Es ist sehr empfehlenswert eine57 Swap-Partition zu verwenden. Wenn Sie darauf unbedingt verzichten65 wollen, so sollten Sie *mindesten* 16 MB RAM haben. In diesem Fall66 können Sie den Menüpunkt `Do Without a Swap Partition' benutzen. 65 Die Linux-Partition nimmt alle Ihre Dateien auf und kann eine61 beliebige Größe zwischen 40 MB und der Gesamtgröße der Festplatte65 abzüglich der Swap-Partition sein. Wenn Sie sich schon mit Unix oder68 Linux auskennen, möchten Sie vielleicht weitere Partitionen anlegen,68 die dann z.B. die `/var' und `/usr' Dateisysteme aufnehmen. 60 7.9. Initialisieren (Formatieren) und Aktivieren der Swap-Partition67 ------------------------------------------------------------------- Dies ist der nächste Menüeintrag nachdem Sie eine Partition auf der67 Festplatte angelegt haben. Sie haben die Auswahl zwischen dem61 Initialisieren und Aktivieren einer Swap-Partition, dem Aktivieren66 einer schon initialisierten Swap-Partition und dem Fortfahren ohne66 Swap-Partition. Es ist immer möglich eine Swap-Partition noch einmal68 zu Initialisieren. Deshalb wählen Sie im Zweifelsfall den Punkt63 `Initialize and Activate the Swap Disk Partition' aus. Dieser61 Menüpunkt gibt Ihnen die Möglichkeit auf der Festplatte nach defekten69 Blöcken suchen zu lassen. Dies ist bei MFM-, RLL- und älteren61 SCSI-Platten nützlich und empfehlenswert. Richtig funktionierende IDE-70 und SCSI-Platten benötigen diese Funktion nicht, da sie eigene interne70 Mechanismen verwenden um defekte Bereiche auszuklammern. 57 Die Swap-Partition ergänzt den im Computer vorhandenen Hauptspeicher68 um virtuellen Speicher. Da dieser Speicher auch schon bei der61 Installation genutzt wird, wird die Swap-Partition zuerst57 initialisiert. 15 7.10. Initialisieren der Linux-Partition40 ---------------------------------------- An dieser Stelle sollte der nächste Menüpunkt ```Initialize a Linux67 Disk Partition''' sein. Ist dies nicht der Fall, so haben Sie61 vielleicht das Partitionieren der Festplatte noch nicht abgeschlossen69 oder den Schritt zum Anlegen der Swap-Partition nicht durchgeführt. 68 Sie können nun eine Linux-Partition initialisieren oder alternativ66 eine schon initialisierte Linux-Partition mounten. 51 Diese Disketten sind nicht dafür vorgesehen ein schon existierendes67 System zu aktualisieren ohne alle Dateien vorher zu löschen - Debian68 bietet einen besseren Weg an, um ein existierendes Debian-System zu67 erneuern als die Verwendung von Boot-Disketten. Deshalb sollten Sie an70 dieser Stelle alte Partitionen initialisieren, da durch diesen Vorgang70 auch alle alten Dateien gelöscht werden. Alle neu angelegten60 Partitionen müssen in jedem Fall initialisiert werden. Der einzige66 Grund auf das Initialisieren zu verzichten ist, daß Sie bereits Teile69 des Installationsvorgangs mit dem gleichen Diskettensatz durchgeführt69 haben. 7 Wählen Sie nun den nächsten Menüpunkt aus, um die erste Partition zu68 initialisieren und zu mounten. Diese erste Partition wird als `/'65 (Root- oder Wurzelverzeichnis genannt) gemountet. Auch hier wird Ihnen70 wie schon bei der Swap-Partition die Möglichkeit gegeben nach61 schadhaften Blöcken auf der Festplatte suchen zu lassen. Es schadet67 zwar nicht dies tun zu lassen, es kann aber bei großen Festplatten66 auch 10 oder mehr Minuten dauern. 34 Nachdem die `/'-Partition gemountet wurde, ist der nächste Menüpunkt68 `Install the Base System'. Sie können mit den Pfeiltasten erneut die68 Menüpunkte zum Initialisieren und/oder Mounten von Partitionen62 auswählen. Haben Sie für `/var', `/usr' und andere Dateisysteme eigene70 Partitionen vorgesehen, so es nun an der Zeit sie zu initialisieren67 und/oder zu mounten. 21 7.11. Betriebssystemkern und Gerätetreiber installieren55 ------------------------------------------------------- Der nächste Menüpunkt ist nun ```Install the Operating System Kernel68 and the Device Drivers'''. Nach seiner Auswahl werden Sie aufgefordert70 ein Medium zu bestimmen, das den Linux-Kern enthält. Haben Sie sich67 für ein Disketten-Laufwerk entschieden, müssen Sie nun die58 Boot-Diskette des Installationssatzes (``Notfall/Rescue'') dort63 einlegen. Daraufhin wird der Linux-Kern auf die Festplatte kopiert.67 Dieser Betriebssystemkern wird in einem späteren Schritt dazu genutzt69 sowohl eine spezielle (Notfall-)Bootdiskette für Ihr System59 herzustellen, als auch es Ihnen zu ermöglichen direkt von der61 Festplatte zu booten, an Stelle des Umweges über eine Bootdiskette. 68 Wurde als Medium die Diskette gewählt, so muß anschließend noch die67 ``Gerätetreiber/Device Driver''-Diskette (``driver'') eingelegt63 werden. Von dieser Diskette werden dann alle Treiber auf die60 Festplatte kopiert. 20 7.12. Konfiguration der Treiber31 ------------------------------- Nach Auswahl von `Configure Device Drivers' können Sie die Treiber der70 Geräte in Ihrem System konfigurieren. Wählen Sie dazu die zu Ihrer66 Hardware passenden Treiber aus. Wenn Sie sich nicht sicher sind,64 brauchen Sie den Treibern keine Parameter mitgeben. Die von Ihnen so68 eingerichteten Treiber werden beim nächsten Bootvorgang automatisch67 geladen. Soll das Basissytem per NFS installiert werden, so muß an66 dieser Stelle das Modul für die Netzwerkkarte geladen werden. 62 In dem Konfigurationsmenü gibt es einen extra Eintrag für57 PCMCIA-Karten. Aber statt den zugehörigen Treiber zu aktivieren, ist68 es sinnvoller nach Beendigung des Installationsvorganges das60 `pcmcia-cs' Paket zu installieren. Die zugehörigen Programme sind in68 der Lage PCMCIA-Karten automatisch zu erkennen und zu konfigurieren.68 Sie ermöglichen auch den Wechsel der Karten während das System62 weiterläuft (hot-plug) und auch das Entfernen der Treiber, wenn die67 Karten dauerhaft entfernt werden. 34 7.13. Konfiguration des Netzwerks33 --------------------------------- Selbst wenn Ihr Computer nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist,65 müssen Sie die ersten beiden Fragen beantworten. Nach `What is the66 name of your computer?' geben Sie Ihrem System einen Namen und `Is66 your system connected to a network?' können Sie in diesem Fall62 verneinen. 11 Ist Ihr Rechner aber Teil eines TCP/IP-Netzwerks, so benötigen Sie ein70 paar Angaben. Können Sie sie nicht selbst ermitteln, so wenden Sie66 sich bitte an Ihren Netzwerkadministrator. Hier eine Auflistung der67 benötigten Informationen: 26 Achtung: Wenn Ihre Hauptverbindung zum Netzwerk über PPP erfolgt, dann70 sollten das Netzwerk nicht konfigurieren. 42 * 5einen Namen für Ihren Rechner (können Sie vielleicht selbst59 bestimmen, z. B. saturn) 25 * 5den Domainnamen 16 * 5die IP-Nummer Ihres Rechners 29 * 5die in Ihrem Netzwerk verwendete Netzwerkmaske 47 * 5die in Ihrem Netzwerk verwendete Broadcast-Adresse; haben Sie61 keine, so geben Sie `none' ein. 32 * 5die IP-Nummer des Default-Gateways, zu dem Ihr Computer seine61 Daten schickt, wenn Ihr Netzwerk über ein Gateway verfügt 58 * 5welcher Rechner in Ihrem Netzwerk die Funktion des DNS (Domain62 Name Service) Servers übernimmt 32 * 5ob Sie beim Anschluß ans Netzwerk Ethernet verwerden und ob es62 sich bei dem Ethernet-Anschluß um eine PCMCIA-Karte handelt59 In den nächsten Absätzen wird erläutert, welche Bedeutung die gerade68 aufgelisteten Angaben haben. Der Name des Rechners ist meist eine65 Phantasiebezeichnung, die sich der Benutzer ausgedacht hat. In62 Netzwerken kann der Name auch die Funktion des Rechners55 wiederspiegeln. Beispiele für Rechnernamen sind `sundancer' oder64 `isdn-gate'. 13 Der Domainname ist die Adresse Ihres Rechners und wird an den61 Rechnernamen angehängt. Dadurch kann z.B. eMail an Ihren Rechner64 weltweit zugestellt werden. Der Domainname enthält meist, wie eine66 normale Adresse, noch Informationen über die Lage der Domain. Die65 Domain `oche.de' etwa ist in Aachen (auf Platt ``Oche''), Deutschland69 (``de''), beheimatet. Die Kombination aus Rechner- und Domainname ist69 weltweit eindeutig. Neben dem Namen kann der Computer noch eine63 IP-Nummer bekommen, die dann auch auf der ganzen Welt eindeutig ist. 69 Die nächsten Begriffe sind nur für Netzwerke von Bedeutung. Falls Sie69 also mit Ihrem Computer ins Internet gehen, so wird Ihnen der61 zuständige Provider die für Sie gültigen Werte mitteilen. Mit Hilfe67 der Netzwerkmaske und der Broadcast-Adresse wird die Verteilung von67 Datenpaketen in Ihrem lokalen Netz (LAN/Intranet) und auch im Internet70 gesteuert. 11 Das Gateway übernimmt den Transport der Datenpakete in andere Netze,68 also auch von Ihrem lokalen Netz ins Internet. Bei vielen57 Internetdiensten geben Sie einen Rechnernamen an. Um nun die60 Verbindung dorthin aufbauen zu können, benötigt Ihr Computer aber die69 IP-Nummer dieses Rechners. Die Umsetzung von Rechnernamen in eine65 IP-Nummer übernimmt der Name-Server. Da er für die gesamte Domain65 zuständig ist, heißt der Dienst Domain Name Service (DNS). 59 Nun ein paar sehr technische Details, die Sie vielleicht doch nützlich70 finden: Die Netzwerkprogramme nehmen standardmäßig an, daß sich die67 IP-Netzwerkadresse durch die bitweise UND-Verknüpfung der IP-Adresse68 des Rechners und der Netzwerkmaske ergibt. Weiter wird vorausgesetzt,69 soweit nichts anderes angegeben wird, daß sich die Broadcast-Adresse68 durch bitweise ODER-Verknüpfung von der IP-Adresse des Rechners und67 von der bitweisen Negation der Netzwerkmaske ergibt. Eine weitere65 Annahme ist, daß der Gateway-Rechner gleichzeitig als DNS Server64 fungiert. Sollten Sie die notwendigen Informationen nicht ermitteln67 können, so versuchen Sie es doch zunächst mit den Annahmen des62 Systems. Soweit notwendig können Sie die Einstellungen nach Abschluß68 der Installation verändern indem Sie `/etc/init.d/network' editieren. 70 7.14. Basissystem installieren30 ------------------------------ Wählen Sie nun den Menüpunkt `Install the Base System' aus. Das System70 bietet Ihnen verschiedene Medien an, von denen das Basissystem62 installiert werden kann. Wählen Sie das Passende aus. 54 Nachdem Sie ein Disketten-Laufwerk angegeben haben, werden Sie62 aufgefordert nacheinander die Disketten ``Base/Basis'' 1 bis 5 bzw. 669 einzulegen. Kommt es bei einer der Disketten zu einem Lesefehler, so68 müssen Sie nach dem Ersatz der schadhaften Diskette den Vorgang ganz68 wiederholen und alle Disketten noch einmal einlegen. Erst nachdem alle70 Disketten vollständig eingelesen sind, installiert das System die65 Dateien an den vorgesehenen Stellen. Dies kann 10 oder mehr Minuten67 auf langsamen Systemen dauern. Auf Schnelleren brauchen Sie nicht so68 lange zu warten. 17 7.15. Konfiguration des Basissystems36 ------------------------------------ Jetzt haben Sie alle Dateien auf die Festplatte kopiert, die Sie für68 ein minimales Debian-System benötigen. Jetzt fehlen noch einige wenige70 Einstellungen, bevor das System selbständig funktioniert. Wählen Sie68 für diesen Schritt bitte den Menüpunkt `Configure the Base System'66 aus. 5 Zunächst werden Sie nach der Zeitzone befragt. Suchen Sie sich dazu67 Ihre Zeitzone oder die Region in der Sie leben aus. In Deutschland66 geben Sie z.B. `Europe/Berlin' ein. Ihre Eingaben können zu weiteren68 Menüpunkten führen, wo die aktuelle Zeitzone ausgewählt werden kann. 69 Im nächsten Schritt werden Sie gefragt, ob die Systemuhr auf GMT oder69 lokale Zeit eingestellt werden soll. Wählen Sie GMT aus, wenn nur65 Linux oder Unix auf Ihren Rechner läuft. Setzen Sie auch DOS/Windows68 ein, so sollten Sie die lokale Zeit verwenden. Unix und Linux belassen70 GMT in der Systemuhr und verwenden geeignete Software, um die Uhrzeit69 in die lokale Zeit umzurechnen. Dies erlaubt Ihnen Sommerzeiten und67 Schaltjahre zu berücksichtigen. Auch User, die sich aus anderen63 Zeitzonen in Ihr System einloggen, können die Zeitzone ihres Terminals70 frei vorgeben. Wenn Sie GMT auf Ihrer Systemuhr laufen lassen, werden69 Sie sehen, daß das System die Uhrzeit an den Tagen korrekt verändert,69 an denen die Sommerzeit anfängt und wieder endet. 50 7.16. Von der Festplatte booten31 ------------------------------- Wollen Sie direkt von der Festplatte booten, so werden Sie nach der67 Aktivierung von `Make the Hard Disk Bootable' gefragt, ob Sie den65 `master boot record' installieren wollen. Antworten Sie mit `yes',66 wenn Sie keinen Bootmanager installieren wollen. (Dies ist58 wahrscheinlich der Fall, wenn Ihnen der Begriff Bootmanager nicht so68 geläufig ist.) Als nächstes müssen Sie entscheiden, ob Linux60 automatisch von der Festplatte gestartet werden soll, wenn Sie Ihren68 Computer einschalten. Wollen Sie dies, so wird die Linux-Partition als70 `bootable partition' gekennzeichnet. Verneinen Sie die Frage, so64 können Sie später mit dem DOS-Programm `fdisk' oder den55 Linux-Programmen `fdisk' oder `activate' die `bootable partition'65 bestimmen. 11 Installieren Sie Linux auf einem anderen Laufwerk als der ersten64 Festplatte, so stellen Sie bitte sicher, daß Sie eine Bootdiskette66 erstellen. Die meisten Boot-ROMs (meist Teil des BIOS im Computer)66 sind nämlich nur in der Lage von der ersten Festplatte und nicht von68 der zweiten den Computer zu starten. Dieses Problem läßt sich aber66 nach dem Ende der Installation beseitigen. Weitere Informationen64 hierzu finden Sie in dem Verzeichnis `/usr/doc/lilo' und im Anhang66 Abschnitt subsection 10.4.2, `LILO - ein Bootmanager (auch) für63 Linux'. 8 7.17. Erstellen einer Boot-Diskette35 ----------------------------------- Sie sollten auch eine Boot-Diskette erstellen, wenn Sie Ihr System von70 der Festplatte starten wollen. Es kann schon mal passieren, daß sich68 das System von der Festplatte nicht wie vorgesehen booten läßt. In66 diesem Fall können Sie auf die Boot-Diskette zurückgreifen, die63 eigentlich immer funktioniert. Wählen Sie also `Make a Boot Floppy' im70 Menü aus und legen die leere Diskette, die mit ``Benutzer Boot/Custom69 Boot'' beschriftet ist, in das Laufwerk ein. Die Diskette darf nicht68 schreibgeschützt sein, da sie formatiert und beschrieben wird.62 Aktivieren Sie den Schreibschutz nachdem der Schreibvorgang beendet67 wurde. 7 7.18. Der Augenblick der Wahrheit (smoke test)46 ---------------------------------------------- Entfernen Sie nun die Disketten aus den Laufwerken und wählen den65 Menüpunkt `Reboot the System' aus. Startet Linux nun nicht wie62 gewünscht, so legen Sie die Custom Boot-Diskette ein und starten Ihr68 System erneut (Reset). Nun sollte Linux booten und die gleichen63 Meldungen auf dem Bildschirm erscheinen, wie beim ersten Booten von67 der ``Notfall/Rescue'' Disk. Daran schließen sich ein paar neue63 Ausgaben an und schließlich werden Sie aufgefordert das Root-Passwort69 einzugeben. 12 7.19. Eingeben des Root-Passworts33 --------------------------------- Dieses Passwort gehört zum Superuser, also dem Systemverwalter. Dieser70 Zugang umgeht alle Sicherheitsmechanismen des Systems. Er sollte64 deswegen ausschließlich zur Systemverwaltung genutzt werden und auch68 dann nur so kurz wie möglich. Benutzen Sie dieses root-Login auf64 *keinen* Fall als Ihren persönlichen Zugang. Deshalb werden Sie als67 nächstes aufgefordert sich ein eigenes Login einzurichten. Unter64 diesem Zugang sollten Sie Ihre Arbeit verrichten. Dazu gehört auch das70 Verschicken und Empfangen von eMail. 37 Sie sollten die Nutzung der Privilegien des Superusers vermeiden,65 damit Ihnen nicht unbemerkt Viren oder Trojanische Pferde57 untergeschoben werden können. Diese Trojanische Pferde genannten64 Programme umgehen durch das Superuserrecht unbemerkt die56 Sicherheitsschranken Ihres Systems. Diese Thematik wird in jedem guten70 Buch zur Unix-Systemadministration genauer beschrieben. Eine gute65 Nachricht ist sicherlich, daß Linux wesentlich sicherer als andere66 PC-Betriebssysteme ist. DOS und Windows beispielsweise geben *allen*68 Programmen Superuserrechte. Deshalb gibt es dort auch soviele Probleme70 mit Viren. 11 Alle Passwörter, die Sie jetzt und in Zukunft vergeben, sollten aus 669 bis 8 Zeichen bestehen und neben großen und kleinen Buchstaben auch67 Satzzeichen enthalten. 23 Nachdem nun beide Logins angelegt wurden, gelangen Sie automatisch in69 das dselect Programm. Es ist sinnvoll nun zunächst das Dselect62 Tutorial zu lesen (siehe Anhang Abschnitt chapter 9, `Einführung in67 die Paketverwaltung mit dselect'). Mit dem Programm dselect können Sie70 die Pakete (packages) auswählen, die Sie auf Ihrem System installieren70 oder von dort wieder entfernen wollen. Packages sind52 Programmsammlungen, die speziell für das Debian-System54 zusammengestellt werden, wie z.B. Compiler, Editoren,53 Textverarbeitungen. Befinden sich Debian-Packages auf einer CD-ROM66 oder auf der Festplatte, so können Sie nun installiert werden. Ist66 dies nicht der Fall, verlassen Sie dselect und starten es erneut,65 sobald Sie neue Debian-Packages für Ihr System besorgt haben. Um64 dselect auszuführen müssen Sie sich als Superuser (root) einloggen. 68 Wollen Sie die grafische Oberfläche X Windows installieren und haben68 eine Tastatur (QWERTZ), die nicht dem amerikanischen Layout (QWERTY)68 entspricht, so lesen Sie bitte die entsprechenden Anmerkungen in ``X1170 Release note for non-US-keyboard users'' (siehe Anhang section 10.3,68 `Hinweise zur Benutzung einer deutschen Tastatur mit X11'). 60 7.20. Einloggen15 --------------- Nach dem Verlassen des Programms dselect, wird Ihnen der Login-Prompt69 präsentiert. Das heißt, daß Sie nun Ihren Login-Namen und das61 zugehörige Passwort eingeben können und so Zugang zum System erhalten.70 Von nun an können Sie Ihr Debian GNU/Linux System richtig nutzen. Viel70 Spaß! 6 7.21. PPP Konfiguration23 ----------------------- Der folgende Abschnitt beschreibt die Konfiguration der PPP Software68 für Modembesitzer. Mit PPP können Sie über ein Modem eine57 Netzwerkverbindung zu Ihrem Internet Service Provider aufbauen. Falls69 Sie ISDN verwenden, dann Lesen Sie bitte das ''ISDN for Linux FAQ (i4l70 FAQ)'' unter www.lrz-muenchen.de/~ui161ab/www/isdn/. Dort befindet66 sich auch eine deutsche Version. Das Basissystem (base) enthält ein67 PPP Paket. Im folgenden wird die Konfiguration der PPP Software näher69 erläutert. Auf den Basisdisketten befindet sich das Programm60 pppconfig, mit dem Sie die Konfiguration durchführen können. Sollte67 das nicht funktionieren, dann führen Sie bitte die im folgenden63 erläuterten Schritte durch. 28 Um PPP konfigurieren zu können, müssen Sie in der Lage sein, unter66 Unix Dateien zu betrachten und zu editieren. Um Dateien zu betrachten,70 verwenden Sie das Programm more, und zmore zum Betrachten57 komprimierter Dateien mit einem '.gz' Suffix. Beispiel: Zum Betrachten70 der Datei `README.debian.gz' geben Sie ein: 44 zmore README.debian.gz22 Das Programm less ist wesentlich komfortabler, ist aber beim60 Basissystem nicht mit dabei. Sie sollten less auf jeden Fall später67 installieren. Der einzige Editor des Basissystems ist ae. Er ist64 einfach zu benutzen, hat aber nur sehr wenige Features. Später können69 Sie aus einer großen Anzahl von Editoren den passenden installieren. 69 Editieren Sie die Datei `/etc/ppp/peers/provider' und ersetzen Sie66 dort `/dev/modem' durch `/dev/ttyS#', wobei '#' die Nummer von Ihrem68 COM Port entspricht, an dem das Modem angeschlossen ist. Bitte62 beachten Sie, daß unter Linux die Numerierung ab 0 erfolgt, und unter69 DOS ab 1. Das heißt: 'COM2' entspricht unter Linux `/dev/ttyS1'. Als68 nächstes editieren Sie die Datei `/etc/chatscripts/provider' und64 Bearbeiten dort die Einträge für die Telefonnummer Ihres Providers,67 Ihren Usernamen und Ihr Passwort für den Provider. Bitte löschen Sie68 nicht den Eintrag '/q' vor dem Passwort, denn damit wird verhindert,68 daß Ihr Passwort in den log-Dateien auftaucht. 47 Für die Login Prozedur bei der Einwahl unterstützen viele Provider PAP70 oder CHAP anstelle der Anmeldung im Textmodus. Manche Provider62 unterstützen beides. Wenn Ihr Provider CHAP bzw. PAP benötigt, müssen69 Sie wie folgt vorgehen. Kommentieren Sie in der Datei53 `/etc/chatscripts/provider' alles aus, was hinter dem 'dialing string'70 (Dieser beginnt mit `ATDT') steht. Modifizieren Sie die Datei61 `/etc/ppp/peers/provider' wie oben beschrieben und fügen Sie Ihren66 Usernamen für den Provider hinzu. Dann editieren Sie die Datei62 `/etc/pap-secrets' bzw. `/etc/chap-secrets' und tragen dort Ihr63 Passwort für den Provider ein. 31 In der Datei `/etc/resolv.conf' tragen Sie die IP Adresse des Domain68 Name Servers (DNS) Ihres Providers ein. Die Zeilen in53 `/etc/resolv.conf' haben folgendes Format: 43 nameserver xxx.xxx.xxx.xxx26 Dabei stehen die 'xxx' für die IP Adresse des Domain Name Servers. 67 Falls Ihr Provider eine der üblichen Login Prozeduren verwendet, ist68 die PPP Konfiguration hiermit erledigt. Zum Starten einer PPP61 Verbindung verwenden Sie das Kommando pon. Mit dem Kommando plog64 können Sie den Status der PPP Verbindung beobachten. Das Kommando poff70 trennt die PPP Verbindung. 27 ------------------------------------------------------------------------------- 8. Technische Informationen zu den Boot-Disketten49 ------------------------------------------------- 8.1. Quellcode14 -------------- Das ``boot-floppies''-Paket enthält den gesamten Quellcode, um die66 Installations-Disketten herstellen zu können. 46 8.2. Die Notfalldiskette24 ------------------------ Auf der Notfalldiskette (``Notfall/Rescue'') ist ein MS-DOS59 Dateisystem, auf das von einem DOS- oder Windows-System oder jedem66 anderen System, das DOS Disketten mounten kann, zugegriffen werden66 kann. Der Linux-Kern liegt in der Datei ```linux'''. Die Datei62 ```root.bin''' ist ein mit dem Programm gzip komprimiertes Abbild65 (Image) eines 1.44 MB Minix-Dateisystems. Dies wird in die RAM Disk im70 Hauptspeicher geladen und dort als Festplattenersatz für das60 ```root'''-Dateisystem verwendet. 34 8.3. Wenn der Linux-Kern ersetzt werden soll ... 49 ------------------------------------------------- Wenn der Kern auf der Notfalldiskette ersetzt werden soll, muß der66 neue Linux-Kern mit den folgenden Eigenschaften (als fester59 Bestandteil, nicht als ladbare Module) konfiguriert werden: 60 * 5initial RAM disk 17 * 5MSDOS, Minix und EXT2 Dateisystem 34 * 5ausführbare Dateien als ELF executables 40 Danach wird der neue erzeugte Kern mit dem Dateinamen ```linux''' auf69 die Notfalldiskette kopiert. Anschließend wird das Shell-Skript63 ```rdev.sh''' gestartet, das ebenfalls auf der Diskette zu finden ist.70 Dieses Shell-Skript ist ein Programm, das noch ein paar kleine62 Einstellungen an dem neuen Linux-Kern vornimmt. 48 8.4. Die Basisdisketten23 ----------------------- Die Disketten des Basissystems enthalten einen 512 Byte großen Kopf67 sowie jeweils einen Teil eines gzip-komprimierten ```tar'''-Archivs.68 Werden jeweils die Köpfe entfernt und danach die Inhalte der Disketten70 zusammengefügt, so ergibt sich das vollständige komprimierte60 ```tar'''-Archiv. 18 Dieses Archiv enthält das Grundsystem, das auf Ihrem System59 installiert wird. Es bietet die Basis-Funktionalität eines58 GNU/Linux-Systems, dem jedoch noch zahlreiche Anwendungen fehlen. Wenn70 das Archiv installiert ist, muß dieses Basissystem zunächst59 konfiguriert werden ```Configure the Base System'''. Mit Hilfe von66 weiteren Menüeinträgen im Installationssystem wird die54 Netzwerkanbindung, der Betriebssystemkern und seine Module installiert70 und konfiguriert. Erst danach kann das System eingesetzt werden. 65 ------------------------------------------------------------------------------- 9. Einführung in die Paketverwaltung mit dselect48 ------------------------------------------------ Diese Einführung orientiert sich an dem englischen Text ``Dselect65 documentation for beginners'' (Debian:38 ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/dsel50 ect.beginner.8.html). 22 Dselect dient dazu die einzelnen Programmpakete der Debian GNU/Linux68 Distribution auszuwählen und zu installieren. In jedem dieser Pakete68 (``package'') sind neben den ausführbaren Programmen noch zusätzliche69 Informationen zur korrekten Installation, zur Konfiguration und zur67 vollständigen Entfernung, wenn beispielsweise eine neue Version63 aufgespielt werden soll, enthalten. 36 Zur Installation der einzelnen Pakete mit dselect werden die folgenden70 Schritte der Reihe nach durchgeführt: 38 * 5Ort auswählen, an dem die neuen Pakete liegen45 * 5Aktualisierung der internen Liste der verfügbaren Pakete56 * 5Auswahl der zu installierenden oder zu entfernenden Pakete58 * 5Installation und Aktualisierung der ausgewählten Pakete55 * 5Konfiguration von Paketen, bei denen dies notwendig ist55 * 5Entfernen der nicht mehr gewünschten Software45 Es ist sinnvoll keinen der Schritte aus zu lassen. 51 Die gerade aufgezählten Punkte stehen nach dem Start von dselect zur68 Verfügung: 11 Debian Linux `dselect' package handling frontend.53 4 0. [A]ccess Choose the access method to use.50 1. [U]pdate Update list of available packages, if possible.65 2 [S]elect Request which packages you want on your system.65 3. [I]nstall Install and upgrade wanted packages.54 4. [C]onfig Configure any packages that are unconfigured.63 5. [R]emove Remove unwanted software.43 6. [Q]uit Quit dselect.27 Die nächsten Abschnitte beschreiben jeden der Menüpunkte. 58 9.1. Access11 ----------- Nach der Auswahl des Menüpunktes ``Access'' erscheint der folgende66 Bildschirm, mit dem festgelegt wird, woher die zu installierenden65 Programme genommen werden sollen: 34 dselect - list of access methods36 Abbrev. Description32 cdrom Install from a CD-ROM.43 nfs Install from an NFS server (not yet mounted).66 harddisk Install from a hard disk partition (not yet mounted).74 mounted Install from a filesystem which is already mounted.72 floppy Install from a pile of floppy disks.57 ftp Install using ftp. 80 Wie Sie sehen, können Sie sowohl von CD-ROM, über das Netzwerk mit dem70 NFS oder aber von einer lokalen Festplatte die Pakete installieren.67 Dazu dürfen die betreffenden Medien aber noch nicht in das Dateisystem70 des Rechners eingehängt (``mount'') sein. Sollte das schon geschehen68 sein, so kann mit dem vierten Punkt das passende Verzeichnis angegeben70 werden. Haben Sie mit einem der ersten drei Punkte Schwierigkeiten, so70 können Sie dselect verlassen und versuchen das Medium von Hand in das69 Dateisystem einzuhängen, z.B. durch die Eingabe von: 53 mount -t iso9660 -r /dev/cdrom /cdrom 38 Schlägt dieser Versuch fehlt, so überprüfen Sie bitte, ob auch das66 Modul für Ihr CD-ROM Laufwerk geladen ist. Anschließend starten Sie67 dselect erneut und wählen den vierten Menüpunkt aus. 53 Wenig komfortabel ist der Punkt die Distribution mit Disketten62 installieren zu müssen. Die letzte Möglichkeit setzt eine57 funktionierende Internetanbindung voraus, zumindest bis zu einem64 ftp-Server, der die Debian GNU/Linux Distribution gespiegelt hat. 66 Nach der Auswahl des Mediums müssen Sie unter Umständen verschiedene68 Verzeichnisse eingeben, in denen die Bestandteile der53 Gesamtdistribution abgelegt wurden, z.B. wenn eine CD nach `/cdrom'67 gemountet wurde, geben sie `/cdrom/debian' ein, wenn das Verzeichnis68 der Distribution auf der CD `debian' heißt. Haben Sie sich mal vertan,70 so kann die Auswahl mit ^C (Strg-Taste und C gleichzeitig drücken)66 abgebrochen werden. Starten Sie danach den Menüpunkt ``Access''63 einfach nochmal. 17 Nach der korrekten Auswahl befinden Sie sich wieder in dem Hauptmenü. 70 9.2. Update11 ----------- Nach der Aktivierung dieses Punktes werden die Dateien Packages oder68 Packages.gz der verschiedenen Verzeichnisse eingelesen. Mit den darin69 enthaltenen Informationen aktualisiert dselect seine interne60 Datenbank. 11 9.3. Select11 ----------- An dieser Stelle können Sie nun jedes einzelne Programm auswählen, das70 auf Ihrem Rechner installiert werden soll. Bei langsamen Rechnern kann70 es eine Weile dauern, bis der neue Bildschirm erscheint. Drücken Sie68 also bitte nicht einfach irgendwelche Tasten, sondern warten Sie64 einfach, bis Ihnen die Auswahl der verschiedenen Hilfeseiten60 präsentiert wird: 18 Help: Introduction to package list38 Welcome to the main package listing. Please read the help that is available !82 4 ...[weiteren Text gelöscht]...30 Bei einer Erstinstallation ist es empfehlenswert ersteinmal keine65 eigene Auswahl zu treffen, sondern die Standardinstallation zu62 akzeptieren. Dazu wird zuerst die Leertaste gedrückt, um die60 Hilfeseiten zu verlassen. Durch die Betätigung der Return-Taste wird68 die Auswahl verlassen. Dann können die standardmäßig vorgesehenen65 Pakete installiert und soweit notwendig auch konfiguriert werden. Zu68 jedem späteren Zeitpunkt kann dselect erneut gestartet werden, um dem69 System weitere Programme hinzuzufügen oder auch um andere wieder zu67 entfernen. 11 Die Hilfeseiten stehen jederzeit nach Eingabe des Fragezeichens (`?')69 zur Verfügung. Die nächsten Hilfeseiten erscheinen nach Betätigung des70 Punktes (`.'). 15 Der Bildschirm zur Auswahl der Pakete ist zweigeteilt. In der oberen68 Hälfte kann mit den Pfeiltasten von Paket zu Paket gewechselt werden,69 während im unteren Teil eine kurze Beschreibung erscheint. Bei62 Paketen, die installiert werden sollen, geben Sie ein Pluszeichen65 (`+') ein und bei Paketen, die Sie loswerden wollen ein Minuszeichen68 (`-'). 7 Bei der Auswahl kann es vorkommen, daß dselect eine Verletzung der66 Abhängigkeiten feststellt. Dann wird ein neues Fenster angezeigt, in68 dem dselect die Lösung des Problems vorschlägt. Dafür sind ja nach66 Situation Pakete neu ausgewählt worden und/oder andere zum Entfernen68 vorgesehen worden. Warum die Auswahl des Paketes verändert wurde, wird70 in der unteren Hälfte des Bildschirms angezeigt. Sind Sie mit der65 Auswahl zufrieden, drücken Sie einfach die Return-Taste. 57 Dieses Verhalten scheint häufig sehr lästig und unnütz zu sein, doch68 es bewahrt das System vor Fehlfunktionen. Es wird sowohl verhindert,68 daß sich Pakete mit gleichen Funktionen oder Dateien gegenseitig64 behindern als auch sichergestellt, daß alle benötigten Bestandteile,68 wie Bibliotheken, mit installiert werden. Langfristig erweist sich66 diese kleine Unannehmlichkeit als sehr wertvolle Hilfe. 56 Können die Abhängigkeiten nicht aufgelöst werden, weil z.B. Pakete66 fehlen, so kann mit einem großen `Q' die Überprüfung ignoriert werden.70 Dies sollte aber nur im äußersten Notfall geschehen. Mit dem großen67 `X' kann die Auswahl verlassen werden und alle Änderungen gehen63 verloren. 10 9.3.1. Beispiel 16 ---------------- Es soll das Paket `boot-floppies' installiert werden. Der Entwickler68 dieses Pakets hat festgelegt, daß es ohne die folgenden Paketen nicht69 funktionieren wird: 20 * 5libc5-pic9 * 5ncurses3.0-pic14 * 5mkrboot7 * 5dosfstools (>> 1.0-4)21 * 5syslinux (>= 1.30)18 * 5sysutils8 Weiterhin empfiehlt er, daß das Paket `lynx (>= 2.6)' vorhanden sein68 sollte. Die Ziffern hinter den Namen sind die Versionsnummern, die das70 betreffende Paket erfüllen sollte. 35 Wird das `boot-floppies'-Paket nun mit dem Pluszeichen ausgewählt, so69 erscheint das folgende Fenster: 32 dselect - recursive package listing mark:+/=/- verbose:v help:?84 EIOM Pri Section Package Description46 *-* Opt admin boot-floppie Scripts to create the Debian installation floppy83 *-* Xtr devel libc5-pic Kit for building specialized versions of the shar84 *-* Xtr devel ncurses3.0-p Video terminal manipulation: Shared-library subse84 *-* Opt admin mkrboot Make a kernel + rootimage bootable from one disk83 *-* Opt otherosf dosfstools Utilities to create and check MS-DOS FAT filesyst84 *-* Req base syslinux Boot disk creator.53 *-* Opt utils sysutils Miscellaneous small system utilities.72 *-- Opt web lynx Text-mode WWW Browser52 Zur Erklärung steht dann im unteren Teil: 42 boot-floppies depends on libc5-pic38 boot-floppies depends on ncurses3.0-pic43 boot-floppies depends on mkrboot36 boot-floppies depends on dosfstools (>> 1.0-4)50 boot-floppies depends on syslinux (>= 1.30)47 boot-floppies depends on sysutils37 boot-floppies suggests lynx (>= 2.6)36 Mit großem `R' kann der Ursprungszustand, also vor Eingabe des62 Pluszeichens, wieder hergestellt werden: 41 dselect - recursive package listing mark:+/=/- verbose:v help:?84 EIOM Pri Section Package Description46 *-- Opt admin boot-floppie Scripts to create the Debian installation floppy83 *-- Xtr devel libc5-pic Kit for building specialized versions of the shar84 *-- Xtr devel ncurses3.0-p Video terminal manipulation: Shared-library subse84 *-- Opt admin mkrboot Make a kernel + rootimage bootable from one disk83 *-- Opt otherosf dosfstools Utilities to create and check MS-DOS FAT filesyst84 *-- Req base syslinux Boot disk creator.53 *-- Opt utils sysutils Miscellaneous small system utilities.72 *-- Opt web lynx Text-mode WWW Browser52 Mit großem `D' werden die Veränderungen, die dselect vorgenommen hat,69 wieder rückgängig gemacht: 27 dselect - recursive package listing mark:+/=/- verbose:v help:?84 EIOM Pri Section Package Description46 *-* Opt admin boot-floppie Scripts to create the Debian installation floppy83 *-- Xtr devel libc5-pic Kit for building specialized versions of the shar84 *-- Xtr devel ncurses3.0-p Video terminal manipulation: Shared-library subse84 *-- Opt admin mkrboot Make a kernel + rootimage bootable from one disk83 *-- Opt otherosf dosfstools Utilities to create and check MS-DOS FAT filesyst84 *-- Req base syslinux Boot disk creator.53 *-- Opt utils sysutils Miscellaneous small system utilities.72 *-- Opt web lynx Text-mode WWW Browser52 Mit dem großem `I' werden die Vorschläge von dselect wiederhergetellt:70 dselect - recursive package listing mark:+/=/- verbose:v help:?84 EIOM Pri Section Package Description46 *-* Opt admin boot-floppie Scripts to create the Debian installation floppy83 *-* Xtr devel libc5-pic Kit for building specialized versions of the shar84 *-* Xtr devel ncurses3.0-p Video terminal manipulation: Shared-library subse84 *-* Opt admin mkrboot Make a kernel + rootimage bootable from one disk83 *-* Opt otherosf dosfstools Utilities to create and check MS-DOS FAT filesyst84 *-* Req base syslinux Boot disk creator.53 *-* Opt utils sysutils Miscellaneous small system utilities.72 *-- Opt web lynx Text-mode WWW Browser52 Durch die mehrfache Eingabe des kleinen `i' können Informationen über69 das aktuelle Paket abgerufen werden, wie die Beschreibung und auch die70 Größe des installierten Pakets in kB. 38 Nach der abschließenden Auswahl betätigen Sie die Return-Taste und66 gelangen zurück zum Hauptmenü. 31 9.4. Install12 ------------ Im nächsten Schritt werden alle Pakete nacheinander in das System65 eingespielt. Einige Pakete benötigen weitere Informationen von Ihnen.69 Alle Eingaben können später durch Aufrufen des entsprechenden61 Konfigurationsscripts, meist der Programmname mit angehängtem61 ``config'', z.B. liloconfig für den Linux-Loader LILO, geändert63 werden. 8 Sollte die Installation eines Programmes fehlschlagen, weil die63 Abhängigkeiten nicht erfüllt werden konnten, so kann der Vorgang64 einfach wiederholt werden. Die Pakete, bei denen es Probleme gab,65 werden am Ende der Installation aufgelistet. 45 9.5. Configure14 -------------- Die meisten Pakete werden direkt bei der Installation konfiguriert.67 Wurde die Installation abgebrochen, so kann sie hier wiederholt63 werden. 8 9.6. Remove11 ----------- Hiermit werden die Pakete entfernt, die nicht mehr benötigt werden.67 Normalerweise bleiben die Konfigurationsdateien erhalten, so daß durch70 diesen Vorgang keine Informationen verloren gehen. Sollen auch diese68 Dateien entfernt werden, so muß das Paket mit dem Unterstrich (`_')67 markiert werden (``purge''). 29 9.7. Quit9 --------- Mit diesem Punkt wird dselect verlassen. 41 Nun ist es empfehlenswert das Skript `/etc/cron.daily/find'59 auszuführen, da viele neue Dateien in das System gelangt sind. Danach69 berücksichtigt das Programm locate auch wieder alle Dateien an, die im70 System vorhanden sind. 23 ------------------------------------------------------------------------------- 10. Anhang10 ---------- 10.1. Informations- und Bezugsquellen37 ------------------------------------- 10.1.1. Bezugsquellen dieser Installationsanleitung51 --------------------------------------------------- Auf dem WWW-Server von oche.de ist neben der aktuellen HTML-Version67 (www.oche.de/~leutloff/debian/install.de.html/) ist dieses Dokument67 noch in den folgenden Formaten verfügbar: 42 * 5/~leutloff/debian/install.de.html/inst-de.ps - Postscript-Datei 64 * 5/~leutloff/debian/install.de.html/install.de.ps.gz -52 Postscript-Datei gepackt mit gzip 34 * 5/~leutloff/debian/install.de.html/install.de.text - Textdatei 62 * 5/~leutloff/debian/install.de.html/install.de.tar.gz - Quellcode,64 also die Debiandoc SGML-Datei und ein Makefile 47 10.1.2. Bezugsquellen für die Debian GNU/Linux Distribution59 (README.mirrors) 17 ---------------------------------------------------------------------------- Dieser Absatz ist eine auszugsweise Übersetzung von `README.mirrors'.69 Dieser Text befindet sich im Original beispielsweise im obersten64 Verzeichnis auf der Debian CDROM. Eine aktuelle Liste der Debian64 Mirror-Server im Internet befindet auf der Homepage von Debian:63 www.debian.org, der deutsche Debian Mirror hat die Adresse58 www.de.debian.org. 19 Als Spiegel (mirror) werden Rechner bezeichnet, die in regelmäßigen67 Abständen eine exakte Kopie eines anderen Rechners erstellen. Dadurch69 wird die Debian GNU/Linux Distribution auf viele Rechner verteilt und69 jeder kann auf einen Rechner in seiner Nähe zugreifen. So kommen viele70 sehr schnell an die gewünschten Daten. Deshalb sollte es nach61 Möglichkeit vermieden werden auf den Zentralserver von Debian61 (ftp.debian.org) zuzugreifen, auch wenn nicht sofort das angekündigte69 Paket auf jedem Spiegel verfügbar ist, sondern vielleicht erst einen68 Tag später. 12 Hier folgt nun eine Liste von deutschen Spiegeln. Die jeweiligen64 Verantwortlichen sind in Klammern angegeben. 45 * 5ftp.inka.de 12 * 5/debian7 * 5non-US packages:16 /pub/mirror/ftp.inf.tu-dresden.de/debian-non-US47 * 5ftpmaster@inka.de17 * 5ftp.mathematik.th-darmstadt.de 31 * 5/pub/linux/distributions/debian31 * 5ftpadmin@ftp.th-darmstadt.de28 * 5ftp.rz.uni-karlsruhe.de 24 * 5/pub/linux/mirror.debian 25 * 5ftp@rz.uni-karlsruhe.de23 * 5ftp.tu-clausthal.de 20 * 5/pub/linux/debian 18 * 5ftpadm@tu-clausthal.de22 * 5ftp.uni-erlangen.de 20 * 5/pub/Linux/debian17 * 5NFS-mountable: /public/pub/Linux/debian39 * 5non-US packages: /pub/Linux/debian/debian-non-US48 * 5WWW ftp.uni-erlangen.de/pub/Linux/debian40 * 5ftplinux@rrze.uni-erlangen.de29 * 5ftp.uni-mainz.de 17 * 5/pub/Linux/debian17 * 5non-US packages: /pub/Linux/debian-non-US41 * 5ftpadmin@goofy.zdv.uni-mainz.de31 * 5os.inf.tu-dresden.de 21 * 5/debian7 * 5non-US packages: /pub/debian-non-US35 * 5sr1@inf.tu-dresden.de21 10.1.3. PGP, ssh (README.non-US)32 -------------------------------- Dieser Absatz ist eine Übersetzung von ./README.non-US54 (ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/README.non-US). 63 In Amerika gelten Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter. Unter diese69 Bestimmungen fällt auch Verschlüsselungssoftware. Deshalb sind die66 betreffenden Pakete von Debian GNU/Linux nicht auf amerikanischen65 Servern zu finden, sondern auf os.inf.tu-dresden.de/pub/debian-non-US/70 und seinen Spiegeln (siehe subsection 10.1.2, `Bezugsquellen für die68 Debian GNU/Linux Distribution (README.mirrors) '). Eine Liste dieser68 Rechner ist dort auch verfügbar (/pub/debian-non-US/README.mirrors). 69 10.1.4. Weiterführende Literatur32 -------------------------------- Hier gibt es noch weitere Informationen: 41 * 5Enhanced German-HOWTO zu beziehen per WWW von45 www.mi.uni-koeln.de/linux/german/index.html oder per eMail an die65 Adresse mit der Nachricht 57 reply-to DIE_EIGENE_EMAIL_ADRESSE_HIER_HINSCHREIBEN55 open ftp.mi.uni-koeln.de28 get /pub/private/truemper/german-howto/german_howto.txt.gz58 Dieses Verfahren ist allgemein anwendbar auf alle Dateien, deren64 ftp-Adresse man kennt (im obigen Fall sind auch die Formate59 ``.ps.gz'' und ``.html.tgz'' erhaeltlich). 43 * 5Die Arbeit des ``Deutschen Linux Dokumentations Projektes'' ist63 unter www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/index.html einsehbar. 61 * 5Seiten des ``Linux Documentation Projects'' (LDP) im WWW unter62 den URLs: 10 * 5www.jura.uni-sb.de/LDP/linux.html 34 * 5www.uni-paderborn.de/Linux/mdw 31 * 5www.cs.TU-Berlin.DE/ftp/pub/linux/mdw/ 39 * 5Linux Anwenderhandbuch von LunetIX (www.lunetix.de/docs/Ver6.0/) 65 10.2. Hardwarekompatibilitätsliste (``Linux Hardware Compatibility HOWTO'')75 --------------------------------------------------------------------------- deutsche Übersetzung fehlt noch ... 36 aber Bezugsquellen für das englische Dokument gibt es:54 sunsite.unc.edu/mdw/HOWTO/Hardware-HOWTO.html 46 10.3. Hinweise zur Benutzung einer deutschen Tastatur mit X1161 ------------------------------------------------------------- Wurde der das Windowssystem X11 erfolgreich mit xf86config58 konfiguriert und startet die grafische Oberfläche ohne Probleme, dann69 ist normalerweise die Tastatur im US Layout belegt. Das bedeutet für68 Anwender mit deutscher Tastatur, daß *unter X11* zum Beispiel die65 Tasten 'Y' und 'Z' vertauscht sind und auf den Umlauttasten Semikolon69 und Doppelpunkt liegen. Der X11 Server XFree86 unterstützt deutsche67 Tastaturen. Um diese Unterstützung zu aktivieren, editieren Sie bitte69 die Datei `/etc/X11/XF86Config' wie folgt: 43 ...7 Section "Keyboard"22 ...12 XkbLayout "de"25 ...12 # XkbKeymap "xfree86(us)"34 ...8 Die Zeile mit `XkbLayout ''de''' ist ursprünglich auskommentiert, das69 heißt, sie hat ein '#'-Zeichen am Anfang. Möglicherweise ist die Zeile70 überhaupt nicht vorhanden. In diesem Fall fügen Sie die Zeile in der68 `Section Keyboard' ein. Die Zeile mit `XkbKeymap ''xfree86(us)'''65 kommentieren Sie bitte aus, das heißt, Sie schreiben ein '#'-Zeichen68 in die erste Spalte. 21 Alternativ zu obiger Methode können Sie probieren, die Zeile60 `XkbKeymap ''xfree86(us)''' abzuändern in `XkbKeymap ''xfree86(de)'''.70 Auf jeden Fall müssen Sie nach diesen Änderungen die Datei58 abspeichern, ggf. X11 beenden und neu starten. 47 Achtung: Das Terminalprogramm xterm akzeptiert möglicherweise keine67 Umlaute. Zum Austesten der neuen Tastaturbelegung starten Sie am64 besten einen Editor wie beispielsweise xedit. 46 Bezugsquellen für das englische Dokument ``X11 Release note for63 non-US-keyboard users'' gibt es:32 ftp.debian.org/debian/hamm/disks-i386/current/X11_release_note.txt 67 10.4. Kurzbeschreibung für die Installation wichtiger Programme63 --------------------------------------------------------------- 10.4.1. cfdisk - Programm zur Festplattenpartitionierung56 -------------------------------------------------------- deutsche Beschreibung zu cfdisk fehlt noch ... 47 aber Bezugsquellen für das englische Dokument gibt es:54 ftp.debian.org/debian/unstable/disks-i386/current/cfdisk.txt 61 10.4.2. LILO - ein Bootmanager (auch) für Linux47 ----------------------------------------------- deutsche Beschreibung zu LILO fehlt noch ... 45 10.5. Gerätedateien in /dev und Ihre Bedeutung46 ---------------------------------------------- Im Verzeichnes `/dev/' befinden sich verschiedene Dateien, die62 sogenannten Gerätedateien (device files). Unter Unix sind die61 Hardware- und Systemkomponenten jeweils als Gerätedatei präsent. Mit68 hilfe einer Gerätedatei kann vom jeweiligen Programm bzw. Treiber das69 zugehörige Gerät bzw. eine Systemkomponente angesprochen werden. Die68 Gerätedatei dient dafür als Schnittstelle. Dabei verhalten sich die67 Gerätedateien aus Anwendersicht oft nicht wie gewöhnliche Dateien. Die70 Bedeutung der wichtigsten Gerätedateien ist im folgenden aufgeführt. 69 Es gibt sehr viele verschiedene CDROM Laufwerke und Schnittstellen.67 Sollten Sie weder ein SCSI CDROM Laufwerk haben, noch eines mit IDE67 Schnittstelle, dann gibt es für Ihr CDROM Laufwerk eine spezielle65 Gerätedatei, die bereits bei der Installation automatisch angelegt66 wurde. Der Name dieser Gerätedatei ist üblicherweise ein Kürzel des67 Namens von Ihrem CDROM Laufwerk. Um den Zugriff auf das CDROM Laufwerk70 zu vereinfachen, existiert der symbolische Link `cdrom'. Dieser Link68 wir bei der Installation automatisch angelegt und verweist auf die66 eigentliche Gerätedatei. Mit dem Kommando ls -l /dev/cdrom können Sie69 nachsehen, auf welche Gerätedatei `cdrom'. verweist. 53 fd0 1. Diskettenlaufwerk32 fd1 2. Diskettenlaufwerk32 4 hda IDE Festplatte / IDE CDROM am 1. Anchluß Master59 hdb IDE Festplatte / IDE CDROM am 1. Anchluß Slave58 hdc IDE Festplatte / IDE CDROM am 2. Anchluß Master59 hdd IDE Festplatte / IDE CDROM am 2. Anchluß Slave58 hda1 1. Partition der ersten IDE Platte46 hda15 15. Partition der ersten IDE Platte47 4 sda SCSI (Wechsel-) Platte, kleinste SCSI ID52 sdb SCSI (Wechsel-) Platte, nächstgrößere SCSI ID57 sdc SCSI (Wechsel-) Platte, nächstgrößere SCSI ID57 sda1 1. Partition der ersten SCSI (Wechsel-) Platte58 sda15 15. Partition der ersten SCSI (Wechsel-) Platte59 4 scd0 1. SCSI CDROM Laufwerk34 scd1 2. SCSI CDROM Laufwerk34 4 cdrom Symbolischer Link auf cdrom Laufwerk48 mouse Symbolischer Link auf Maus-Gerätedatei50 4 ttyS0 1. Serielle Schnittstelle (COM1)44 ttyS1 2. Serielle Schnittstelle (COM2)44 4 lp0 1. Parallele Schnittstelle38 lp1 2. Parallele Schnittstelle38 4 null Hier können beliebig viel Daten reinkopiert werden62 zero Hieraus können beliebig viel Nullen gelesen werden58 Achtung: Die Daten bei DOS formatierten Zip Medien liegen auf61 Partition vier. Das heißt, daß Sie zum Mounten eines DOS formatierten69 ZIP Mediums folgendes eingeben müssen: 39 mount -t vfat /dev/sdc4 /zip28 Dies gilt für den Fall, daß das Zip Laufwerk das dritte SCSI60 (Wechsel-) Plattengerät ist und daß Sie das Zip Medium auf das62 Verzeichnis `/zip' mounten möchten. 36 10.6. Schlußbemerkungen23 ----------------------- 10.6.1. Letzte Veränderung26 -------------------------- Die letzte Veränderung an diesem Dokument wurde am 22. Juli 1998 von68 Alexander Haderer () vorgenommen. Bisher wurde67 die deutsche Version der Installationsanleitung von Christian Leutloff70 () verwaltet. Anregungen, Fragen und Ergänzungen69 zu diesem Text sind herzlich willkommen. 41 10.6.2. Copyright dieses Dokumentes35 ----------------------------------- Copyright © 1996 Bruce Perens () 50 Copyright © 1996, 1997 Sven Rudolph () 62 Copyright © 1996, 1997, 1998 Christian Leutloff47 () 24 Copyright © 1998 Alexander Haderer (). 60 Dieses Dokument darf im Rahmen der GNU General Public License61 vertrieben werden. 19 10.6.3. Warenzeichen20 -------------------- Nicht ausdrücklich erwähnte Warenzeichen gehören ihren jeweiligen65 Eigentümern. 386, 386sx, 486, Pentium und PentiumPro sind Warenzeichen70 der Intel Corporation. Windows und WinModem sind Warenzeichen der65 Microsoft Corporation. ThinkPad und PS/2 sind Warenzeichen der IBM66 Corporation. 13 ------------------------------------------------------------------------------- 0.3 Copyright13 ------------- Copyright © 1996 Bruce Perens (), 1996, 1997 Sven66 Rudolph (), 1996-1998 Christian Leutloff63 () und 1998 Alexander Haderer50 (). Dieses Dokument darf im Rahmen der GNU63 General Public License vertrieben werden.41 ------------------------------------------------------------------------------- Installation von Debian GNU/Linux 2.0 38 Alexander Haderer , Christian Leutloff59 , Bruce Perens , Sven Rudolph67 - v2.0a vom 22. Juli 1998 50